10.07.2020 14:18

Kasachstan dementiert

China warnt vor neuer, gefährlicher Lungenkrankheit

In Kasachstan grassiert laut der dortigen chinesischen Botschaft eine «unbekannte Lungenentzündung», die gefährlicher sei als das Coronavirus. 1772 Menschen sollen schon daran gestorben sein. Das zentralasiatische Land widerspricht.

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1772 Menschen seien schon an der neuen, tödlichen Lungenkrankheit in Kasachstan gestorben. So heisst es in einer Mitteilung der chinesischen Botschaft in dem Land.

1772 Menschen seien schon an der neuen, tödlichen Lungenkrankheit in Kasachstan gestorben. So heisst es in einer Mitteilung der chinesischen Botschaft in dem Land.

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Laut dem Bericht besonders betroffen sind die Regionen Atyrau, Aktobe und Schymkent.

Laut dem Bericht besonders betroffen sind die Regionen Atyrau, Aktobe und Schymkent.

Screenshot: My Google Maps
Diese würden derzeit zusammen fast 500 neue Fälle und mehr als 30 schwer kranke Patienten aufweisen.

Diese würden derzeit zusammen fast 500 neue Fälle und mehr als 30 schwer kranke Patienten aufweisen.

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Darum gehts

  • In Kasachstan soll ein neues Virus umgehen.
  • Diesem sollen laut der chinesischen Botschaft im Land schon über 1500 Menschen zum Opfer gefallen sein.
  • Das kasachische Gesundheitsministerium dementiert.
  • Der Gesundheitsminister habe am Vortag nicht über eines neues, sondern über das Coronavirus gesprochen.

Die zentralasiatische Republik Kasachstan hat in der Corona-Pandemie chinesische Medienberichte über eine weitere tödliche Lungenkrankheit zurückgewiesen. Diese haben eine Mitteilung der chinesischen Botschaft in Kasachstan aufgegriffen, in der vor einer neuen gefährlichen Lungenentzündung gewarnt wird, die angeblich in Kasachstan grassieren soll.

«Die Sterblichkeitsrate dieser Krankheit ist viel höher als die des Coronavirus», heisst es in der Botschafts-Mitteilung. Kasachstan dementierte die Berichte am Freitag. In dem autoritär regierten Steppenstaat gibt es allerdings keine Möglichkeit, Informationen unabhängig zu überprüfen.

Lungenkrankheit unklarer Ursache

Das kasachische Gesundheitsministerium erklärte, «dass die entsprechende Information nicht der Wirklichkeit entspricht». Gesundheitsminister Alexei Zoi habe zwar am Vortag bei einem Briefing auch über Lungenentzündungen unklarer Ursache gesprochen. Hintergrund sei aber, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Covid-19 als Lungenkrankheit mit unklarer Entstehung klassifiziere.

Kasachstan hat in den vergangenen Monaten einen starken Anstieg an Lungenentzündungen registriert. Im ersten Halbjahr dieses Jahres sei die Erkrankungsrate mehr als 50 Prozent höher gewesen als im Vorjahreszeitraum, sagte Zoi nach Angaben kasachischer Medien am Donnerstag. Ein Anstieg sei aber weltweit zu beobachten, betonte der Minister.

Kasachstan ist zudem in der zentralasiatischen Region besonders stark vom Coronavirus betroffen. Offiziellen Angaben zufolge haben sich bislang mehr als 54’000 Menschen infiziert, mehr als 260 Infizierte sind gestorben. Seit dem vergangenen Wochenende ist das öffentliche Leben in dem ölreichen Land erneut stark eingeschränkt.

Ausbruch in drei Regionen

Die chinesische Botschaft zeigt sich davon unbeeindruckt und mahnte seine Staatsbürger in Kasachstan an, den Aufenthalt im Freien einzuschränken und überfüllte öffentliche Bereiche zu meiden. Sie forderte auch zu Präventivmassnahmen auf, wie dem Tragen einer Maske, der Desinfektion von Räumen und häufigem Händewaschen.

Laut dem Bericht besonders betroffen sollen die Regionen Atyrau, Aktobe und Schymkent sein. Diese würden derzeit zusammen fast 500 neue Fälle und mehr als 30 schwer kranke Patienten aufweisen. Insgesamt wären in diesem Jahr bereits 1772 Menschen an der Lungenentzündung gestorben, einige davon seien Chinesen gewesen.

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(SDA)

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47 Kommentare
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Maroni

11.07.2020, 13:05

Kann ein Fisch auch eine Lungenkrankheit bekommen?

RLP

11.07.2020, 12:37

Warum eigentlich kommt jeder Virus von China. Die Chinesische Mauer wäre schon gut.

Kasachin

11.07.2020, 12:33

Wirklich sterben viele in Kasachstan sogar jünge Leute an Lungenentzündung . Denke Komplikationen wegen Covid 19 , keine neue Virus .