05.01.2016 08:52

Staatliche KäufeChinas Regierung greift am Aktienmarkt ein

Nach dem Crash an Chinas Börsen hat die Regierung interveniert, um die Kurse zu stabilisieren. Laut Bloomberg kaufen staatlich kontrollierte Fonds Titel.

von
sas
Die Stabilisierung an Chinas Märkten ist laut Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg die Folge einer Intervention der chinesischen Regierung.

Die Stabilisierung an Chinas Märkten ist laut Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg die Folge einer Intervention der chinesischen Regierung.

Keystone/AP/ng han Guan

Einen Tag nach dem Absturz an Chinas Börsen hat sich die Lage etwas stabilisiert. Nachdem die wichtigsten Indizes des Landes am Montag über sieben Prozent nach unter gerasselt waren, geben die Kurse zunächst weitere drei Prozent nach, erholten sie sich später aber wieder. Der Shanghai Composite Index lag leicht im Plus, während der Shenzhen Component Index nur knapp im Minus notierte. Der CSI 300, der die 300 bedeutendsten Aktienwerte der Börsen in Schanghai und Shenzhen abbildet, stand leicht im Plus.

Die Stabilisierung ist laut Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg die Folge einer Intervention der chinesischen Regierung. Staatlich kontrollierte Fonds haben im grossen Stil Aktien gekauft. Zudem könnte das seit vergangenem Jahr geltende Aktien-Verkaufsverbot für einige Grossinvestoren verlängert werden. Dies hätten die Behörden signalisiert, berichtete Bloomberg am Dienstag und verweist auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ursprünglich war geplant gewesen, das Verkaufsverbot für Grossinvestoren Ende dieser Woche aufzuheben.

Verkaufswelle und Wirtschaftssorgen

Die Angst vor einer bevorstehenden Verkaufswelle als Folge des aufgehobenen Verbots gilt als einer der Hauptgründe für den Kurssturz vom Montag. Hinzu kamen schwache Daten zur chinesischen Industrie, was die Sorgen um die künftige Wirtschaftsentwicklung des Landes stiegen liess.

Der Einbruch des Leitindex CSI300 um 7 Prozent führte zum Aussetzen des Handels. Der automatische Stoppmechanismus wurde in China damit gleich an dem Tag aktiviert, an dem er in Kraft trat. Bei Schwankungen von mehr als fünf Prozent wird der Handel für 15 Minuten unterbrochen, bei mehr als sieben Prozent für den ganzen Tag. Der Crash in China liess am Montag die Börsen weltweit sinken.

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