Basketball: Chinas zweite Niederlage
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BasketballChinas zweite Niederlage

China verlor in Peking auch das zweite Spiel der Basketball-Vorrunde. Die Gastgeber unterlagen Weltmeister Spanien 75:85 nach Verlängerung.

In der gleichen Gruppe erteilte der WM-Zweite Griechenland den Deutschen beim 87:64 eine Lektion.

20 Sekunden fehlten China zum Coup, als der Iberer Marc Gasol trotz erheblicher Rücklage mit einem Kunstwurf zum 72:72 ausgleichen konnte. Vom späten Remis erholten sich die Einheimischen nicht mehr. Yao Ming blieb abermals unter den hohen Erwartungen. Der NBA-Hochlohnbezüger fiel mit einer Wurfeffizienz von nur 33 Prozent (11 Punkte) ab. Die lange verletzungsbedingte Absenz hat beim populärsten Sportler der Gastgeber tiefe Spuren hinterlassen.

Empfindlich hoch verloren die wesentlich solider eingestuften Deutschen. Die Griechen beherrschten das Team um NBA-Ikone Dirk Nowitzki verblüffend klar. Coach Bauermann resignierte früh und schonte im letzten Viertel einige Titulare.

Den ersten Fehltritt leistete sich in der Gruppe A Russland. Der Europameister liess sich von Kroatien überraschen. 78:85 verloren die Russen. Argentinien reagierte auf den Fehlstart gegen Litauen ohne Verzögerung. Die Südamerikaner, 1950 der erste Weltmeister und 2004 verblüffender Dominator des olympischen Basketball-Wettbewerbs, kontrollierten Australien beim 85:68 nach einer frühen und deutlichen Führung problemlos.

Sonderlich verausgabt haben sich die US-Boys (noch) nicht. Afrika-Meister Angola war nur ein weiterer Sparringpartner für das millionenschwere Starensemble. 97:76 siegte der Top-Favorit. Miamis Dwyane Wade und Dwight Howard von Orlando Magic glänzten im zweiten von geplanten acht Kapiteln der Goldmission mit 33 Punkten. Erst nach dem nächsten Spiel gegen die Griechen wird die Qualität der amerikanischen Auswahl einigermassen einschätzbar sein.

(si)

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