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Beweisbilder Chinesen hören in Ai Weiweis Atelier mit

Der Künstler Ai Weiwei wurde in seinem Pekinger Atelier abgehört. Veröffentlichte Bilder auf seinem Instagram-Account sollen dies zeigen.

von
nab
Überraschung nach vier Jahren Abwesenheit: Die Abhör-Wanzen seien in den Steckdosen installiert worden.

Überraschung nach vier Jahren Abwesenheit: Die Abhör-Wanzen seien in den Steckdosen installiert worden.

Der chinesische Künstler und Dissident Ai Weiwei ist offenbar in seinem Pekinger Atelier abgehört worden. Ai veröffentlichte im Internetdienst Instagram mehrere Bilder, die Abhörwanzen zeigen sollen. «Es wird immer Überraschungen geben», schrieb er dazu.

Auf den Fotos sind unter anderem Kabel zu sehen, die aus einer Steckdose ragen. Nach Angaben seines Anwalts Liu Xiaoyuan fand der Künstler die Abhörgeräte bei Umbauarbeiten in seinem Studio in Peking nach seiner Rückkehr aus Europa. Ai habe ein «vier Jahre altes Geheimnis» gelüftet, schrieb Liu im Internetdienst Twitter.

Der Dissident war im Jahr 2011 insgesamt 81 Tage inhaftiert, dann wurde er unter Hausarrest gestellt und musste seinen Pass abgeben. Das Dokument bekam er erst im Juli dieses Jahres zurück. Anschliessend besuchte er Europa und reiste unter anderem nach Berlin.

(nab/sda)

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