Luxusgüter: Chinesen sind scharf auf Schweizer Uhren
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LuxusgüterChinesen sind scharf auf Schweizer Uhren

Die Zahl der chinesischen Touristen in der Schweiz hat sich seit 2007 vervierfacht. Das freut die Uhrenhändler. Sie machen das grosse Geschäft.

von
sza
Uhren im Fokus: Chinesische Touristen sind scharf auf Schweizer Zeitmesser.

Uhren im Fokus: Chinesische Touristen sind scharf auf Schweizer Zeitmesser.

Sie lieben unser Land – und unseren Luxus: Innerhalb von wenigen Jahren sind Besucher aus China zu einem der wichtigsten Faktoren für den Schweizer Tourismus aufgestiegen. Gemäss «NZZ am Sonntag» reisten von Januar bis November 2012 mehr als 542'000 Gäste aus dem Reich der Mitte in die Schweiz.

Dieser Trend wird sich in Zukunft noch verstärken: Schweiz Tourismus prognostiziert für das Jahr 2020 nicht weniger als zwei Millionen Übernachtungen. Und die chinesischen Gäste lassen es sich in der Schweiz so richtig gut gehen: Ob Uhren, Schmuck oder Handtaschen – die Touristen aus dem bevölkerungsreichsten Land der Welt sind scharf auf Schweizer Luxusgüter.

Dabei profitieren hiesige Händler vor allem von der chinesischen Luxussteuer, die bis zu 60 Prozent betragen kann. Aus diesem Grund sind gutbetuchte Chinesen in den vergangenen Jahren vor allem nach Hongkong und Europa ausgeschwärmt, um billiger an Handtaschen, Uhren und Schmuck aus dem Luxussegment zu kommen.

Uhrengeschäfte schiessen wie Pilze aus dem Boden

Die Chinesen gehören zu jenen Touristen, die im Laufe ihres Auslandsaufenthalts am meisten Geld ausgeben. Die durchschnittlichen Ausgaben werden auf 350 Franken pro Person und Tag geschätzt. Das lässt die Uhrenhändler frohlocken.

Um der stetig steigenden Nachfrage nachzukommen, wird in Luzern eine Uhrenboutique nach der anderen eröffnet und an der Zürcher Bahnhofstrasse buhlen bereits 28 Geschäfte um die gutbetuchte chinesische Kundschaft.

Gegen Ende dieses Jahres will auch Jaeger-Le Coultre, eine der Top-Marken des Genfer Richemont-Konzerns, an der Bahnhofstrasse eine eigene Markenboutique eröffnen, wie Firmensprecherin Christine Giotto gegenüber «NZZ am Sonntag» bestätigt.

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