Exporthit: Chinesen sollen mit Schweizer Salz würzen
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ExporthitChinesen sollen mit Schweizer Salz würzen

Die Schweiz verkauft Salz nach China. Die Chancen auf ein erfolgreiches Exportgeschäft stehen gut. Nach etlichen Lebensmittelskandalen achten Chinesen auf Qualität.

von
slw
Nudeln mit Salz aus der Schweiz? Ein junger Chinese auf dem Markt in Beijing. (28. Oktober 2005)

Nudeln mit Salz aus der Schweiz? Ein junger Chinese auf dem Markt in Beijing. (28. Oktober 2005)

Die Chinesen sollen auf den Geschmack von Schweizer Salz kommen. Den jüngsten Turbulenzen an Chinas Börsen und einem verlangsamten Wirtschaftswachstum zum Trotz wagen die den Kantonen gehörende Schweizer Salinen den Schritt ins Ausland. Vor ein paar Wochen ging die erste Lieferung nach China, sagt Urs Hofmeier, Geschäftsführer der Schweizer Salinen, gegenüber der «SonntagsZeitung».

Die Chancen auf Erfolg stehen offenbar gut. «Allein schon eine chinesische Metropole ist um ein Mehrfaches grösser als der Schweizer Markt», sagt Hofmeier. Über einen Zwischenhändler verkauft das Unternehmen in Testverkäufen Bio-Kräutersalze und das einfache Tafelsalz Sel des Alpes. Ebenfalls im Angebot sind Kosmetika mit Salzen. Je nach Erfolg soll das Sortiment erweitert werden, vorerst ist der Export für das Unternehmen ein Nischengeschäft. In den kommenden Monaten wollen Salinen-Manager nach China reisen und ein erstes Fazit ziehen.

Die Schweiz ist international zwar nicht bekannt für ihr Salz, trotzdem glaubt man an einen Erfolg. «Nach etlichen Lebensmittelskandalen achten die Chinesen auf die Sicherheit von Lebensmitteln», sagt Salinen-Chef Hofmeier in der «SonntagsZeitung». Die Schweiz stehe für Qualität und geniesse in China grosses Vertrauen.

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