Chinesin lebte 64 Jahre mit Kugel im Kopf
Aktualisiert

Chinesin lebte 64 Jahre mit Kugel im Kopf

Mediziner entfernten einer Chinesin eine Kugel in einer vierstündigen Operation, nachdem Jin Guangyin sich wegen starker Kopfschmerzen auf einen Tumor hatte untersuchen lassen.

Die 77-Jährige erhole sich von dem Eingriff Anfang Mai gut, sagte ihr Arzt Zhou Hong am Dienstag der Nachrichtenagentur AP. Wie Jin mit der Kugel im Kopf so lange überleben konnte, sei ihm ein Rätsel: «Ich würde sagen, das ist einfach nur riesiges Glück.»

Jin war 1943 als 13-Jährige von japanischen Soldaten beschossen worden. Das Mädchen war damals auf dem Weg zu seinem Vater, der in einer Guerilla-Einheit kämpfte, wie die englischsprachige Zeitung «Shanghai Daily» berichtete. Die Kugel im Kopf wurde offenbar von niemandem entdeckt.

Dem Blatt zufolge litt Jin in den folgenden Jahren immer wieder unter Kopfschmerzen und Krämpfen. Ihre Familie befürchtete schliesslich einen Tumor und schickte sie zum Arzt, wo das inzwischen rostige Projektil entdeckt wurde. (dapd)

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