Turnen: Chinesische Demonstration im Team-Wettkampf
Aktualisiert

TurnenChinesische Demonstration im Team-Wettkampf

Die chinesischen Turner wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und holten vor 18 000 Zuschauern hoch überlegen die Goldmedaille im Teamwettkampf. Damit bügelten sie die Schmach von Athen aus, wo sie total versagt hatten und nur Fünfte geworden waren.

Nach Sydney 2000 errangen die Chinesen zum zweiten Mal diesen prestigeträchtigsten Titel im Turnsport. Drei von ihnen, Yang Wei, Huang Xu und Li Xiaopeng, waren schon damals dabei, als sie die jüngste Olympiasieger-Riege aller Zeiten stellten. Nur einer jenes Teams war über 20-jährig; der aktuelle Doppel-Weltmeister Yang Wei erst 18. In Sydney (wie auch bei der Blamage 2004) hiess der Trainer Huang Yubin, der vor den Olympischen Spielen 2008 angekündigt hatte, er würde sich vom höchsten Gebäude Chinas stürzen, wenn sich in Peking Ähnliches ereignen würde wie in Athen.

In Peking stützte sich die chinesische Mannschaft vor allem auf ihre Erfahrung. So gingen sie am Abschlussgerät Reck nicht einmal mehr alle Risiken ein, obwohl sie sich mehrere (!) Stürze hätten leisten können. Die Gegner hatten nicht den Hauch einer Chance. Die Japaner büssten als Zweite unglaubliche 7,250 Punkte ein, die USA als Dritte sogar über zehn Punkte. Die Amerikaner verdrängten Deutschland aus den Medaillenrängen, weil ausgerechnet deren bester Turner, Fabian Hambüchen, an seinem Spezialgerät Reck einen Sturz beklagte.

(si)

Deine Meinung