Aktualisiert 10.10.2005 07:49

Chinesische Polizisten verprügeln Demokratie-Aktivisten

Ein demokratischer Aktivist und Abgeordneter eines städtischen Volkskongresses ist in Südchina so brutal verprügelt worden, dass Augenzeugen seinen Tod befürchteten.

Das Schicksal des 34-jährigen Lü Banglie, dessen Körper leblos in einer Blutlache gelegen habe, war am Montag unklar. Die eingeschaltete Polizei in Yuwotou und ein Sprecher der Provinz Guangdong gaben sich unwissend.

Der Abgeordnete hatte den Korrespondenten der britischen Zeitung «Guardian» zu einem Dorf begleitet, das durch einen Streit um die Absetzung des Dorfvorstehers wegen Korruption in Chinas Medien als «Modell für ländliche Selbstbestimmung» beschrieben worden war.

Eine Gruppe von uniformierten und zivilen Sicherheitskräften hätten Lü Banglie und den Korrespondenten Benjamin Joffe-Walt am Samstagabend auf dem Weg in das Dorf Taishi aufgehalten, berichtete der «Guardian».

Nachdem sich die Uniformierten zurückgezogen hätten, seien die anderen auf Lü Banglie losgegangen, hätten ihn mit Tritten traktiert und «sind immer wieder auf seinen Kopf gestampft».

(sda)

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