Taiwan-Konflikt: Chinesische Sprecherin wird nach Restaurant-Tweet im Netz verspottet

Publiziert

Taiwan-KonfliktChinesische Sprecherin wird nach Restaurant-Tweet im Netz verspottet

Hua Chunying sieht darin, dass es in der Hauptstadt Taipeh Chinesische Restaurants gibt, den Beweis für Taiwans China-Zugehörigkeit. 

1 / 3
Die Sprecherin des chinesischen Aussenministeriums, Hua Chunying, behauptet auf Twitter …

Die Sprecherin des chinesischen Aussenministeriums, Hua Chunying, behauptet auf Twitter …

AFP
… Taiwan sei ein Teil von China, weil es dort viele chinesische Restaurants gibt.

… Taiwan sei ein Teil von China, weil es dort viele chinesische Restaurants gibt.

AFP
Dafür erntet sie viel Spott von anderen Twitter Usern.

Dafür erntet sie viel Spott von anderen Twitter Usern.

AFP

Darum gehts

Wenn es in Taiwan doch so viele chinesische Restaurants gibt, müsse Taiwan doch zu China gehören: So zumindest argumentierte die ranghohe Sprecherin des chinesischen Aussenministeriums, Hua Chunying, nachdem sie in der taiwanischen Hauptstadt Taipeh über hundert Restaurants mit der klassischen Küche der chinesischen Provinzen Shandong und Shanxi gezählt hatte. «Gaumen betrügen nicht. #Taiwan ist immer ein Teil von China gewesen», schrieb Hua am Sonntag auf dem in China verbotenen Online-Dienst Twitter. «Das lange verlorene Kind wird eines Tages heimkehren», fügte sie hinzu.

Für ihre Schlussfolgerung erntete die Sprecherin Spott von Nutzenden der Onlineplattform, die in China nur über VPN zugänglich ist. «Google Maps zeigt, dass es in Peking 17 McDonald’s, 18 KFCs, 19 Burger Kings und 19 Starbucks gibt. Gaumen lügen nicht. #China war schon immer ein Teil Amerikas», schrieb der Twitter-Nutzer @plasticreceiver.

Andere Nutzerinnen und Nutzer fragten scherzhaft, ob Peking nun Ansprüche auf Gebiete weit über den asiatisch-pazifischen Raum hinaus erheben könnte.

Huas Tweet steht am Ende einer Woche voller Spannungen rund um die Strasse von Taiwan. Nach dem Besuch der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi in Taiwan hatte China grossangelegte Militärmanöver in der Region begonnen. Ausserdem setzte Peking die Zusammenarbeit mit Washington bei Themen wie Klima und Verteidigung aus. Am Montag setzte China entgegen vorheriger Ankündigungen seine Militärübungen vor Taiwan fort.

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

(AFP)

Deine Meinung

23 Kommentare