Explosionen : Chinesischer Bauer läuft Amok
Aktualisiert

Explosionen Chinesischer Bauer läuft Amok

Mit drei gezielten Explosionen hat sich ein frustrierter chinesischer Bauer offenbar an der Regierung rächen wollen. Zwei Menschen wurden getötet, mehrere verletzt.

von
Charles Hutzler
AP
Die Rauchwolke steigt vor dem Regierungsgebäude nach der Explosion auf.

Die Rauchwolke steigt vor dem Regierungsgebäude nach der Explosion auf.

Bei drei Explosionen vor mehreren Regierungsgebäuden in der südchinesischen Stadt Fuzhou sind am Donnerstag mindestens zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Die meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag.

Demnach war der Täter ein Landwirt, der sich nach Schwierigkeiten mit den Behörden an der Regierung rächen wollte. Nach Angaben des Informationsbüros der chinesischen Provinz Jiangxi explodierte vor dem Büro der Staatsanwaltschaft in Fuzhou ein Auto.

Zehn Minuten später habe sich vor einem Gebäude der Bezirksregierung eine Explosion ereignet. Weitere 15 Minuten später sei ein Auto vor dem Büro einer Arzneimittelbehörde explodiert.

Mehrere Autos beschädigt

Auf Fotos im Internet waren zerborstene Fensterscheiben, Glasscherben auf dem Boden und ein Mann in kurzen Hosen und mit freiem Oberkörper zu sehen, der - offenbar verletzt - vor einem Regierungsgebäude lag. Wie Xinhua meldete, wurden mehrere Autos bei den Explosionen beschädigt.

In China rächen sich die Bürger häufig mit selbst gemachten Sprengsätzen an der Regierung. Dünger und Sprengstoffe zum Bau der Bomben sind für alle erhältlich.

Anfang des Monats schleuderte ein Kassierer, der wegen Diebstahls gefeuert worden war, eine Benzinbombe in die Bank, wo er gearbeitet hatte. Dutzende Menschen wurden bei der Explosion verletzt.

Landstreitigkeiten sind in Fuzhou keine Seltenheit. Die 4- Millionen-Einwohner-Stadt hat in den vergangenen Jahren ein rasches, aber chaotisches Wirtschaftswachstum erlebt. Die Stadt breitet sich immer mehr auf das umliegende Ackerland aus.

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