Aktualisiert 23.09.2011 22:13

KorruptionsprozessChiracs Anwälte fordern Freispruch

Dem früheren französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac wird Korruption vorgeworfen. Aus Mangel an Beweisen hat die Staatsanwaltschaft bereits die Einstellung des Verfahrens gefordert.

Der französische Expräsident Jacques Chirac bestreitet die Korruptionsvorwürfe.

Der französische Expräsident Jacques Chirac bestreitet die Korruptionsvorwürfe.

Im Korruptionsprozess gegen den früheren französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac hat die Verteidigung am Freitag einen Freispruch gefordert. Die Richter könnten «nicht Jacques Chirac beflecken, ohne Frankreich zu beflecken», erklärten die Anwälte in Paris. Die Anhörungen gingen am Freitag zu Ende, das Urteil wird am 15. Dezember erwartet.

Die Staatsanwaltschaft hat in dieser Woche die Einstellung des Verfahrens wegen Mangels an Beweisen gefordert. In dem Fall geht es um die mutmassliche Schaffung von mehr als zwei Dutzend Jobs während Chiracs Zeit als Bürgermeister von Paris von 1977 bis 1995. Die Stellen sollen zur Finanzierung von Chiracs konservativer Partei genutzt worden sein. Der 78-jährige Expräsident hat die Vorwürfe zurückgewiesen. (dapd)

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