Davis-Cup-Schlacht: Chiudinellis Doppelfehler beim 13. Matchball
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Davis-Cup-SchlachtChiudinellis Doppelfehler beim 13. Matchball

Marco Chiudinelli war der grosse Unglücksrabe: Der 31-jährige Basler beendet die längste Davis-Cup-Partie der Geschichte so, wie man es nicht einmal seinem ärgsten Feind wünscht - mit einem Doppelfehler.

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Chiudinellis Doppelfehler beim 13. Matchball der Tschechen. (Quelle: RSI)

Für Marco Chiudinelli endete die epische Davis-Cup-Schlacht gegen Tschechien tragisch. Der Basler servierte nach sieben Stunden und einer Minute beim 13. Matchball der Tschechen den alles entscheidenden Doppelfehler und beendete den Rekordmatch auf eine Weise, die dieses Spiel nicht verdient gehabt hätte. 4:6, 7:5, 4:6, 7:6 (7:3), 22:24 lautete der Endstand aus Schweizer Sicht.

Chiudinelli war im epischen Davis-Cup-Doppel der bessere der beiden Schweizer und hatte hervorragend gespielt. Dank der 31-jährigen Weltnummer 139 war das Match nicht schon früher zu Ende. Kein einziges Mal hatte er zuvor seinen Aufschlag abgegeben und nicht einem Breakball gegenübergestanden. Doch am Ende flatterten eben seine und nicht Wawrinkas Nerven. Der Romand hatte im fünften Satz 11 Matchbälle bei eigenem Aufschlag abgewehrt.

In den Rekordbüchern

Nichtsdestotrotz dürfen Chiudinelli und Wawrinka stolz sein auf ihre Leistung. Und sie haben sich immerhin einen Eintrag in die Geschichtsbücher gesichert. Die Marathon-Partie war das längste Davis-Cup-Spiel der Geschichte und die zweitlängste Tennispartie überhaupt.

Wawrinka/Chiudinelli und Berdych/Rosol übertrafen die Davis-Cup-Bestmarke von John McEnroe und Mats Wilander aus dem Jahr 1982 um 39 Minuten. Vor 21 Jahren - vor der Einführung des Tiebreaks - besiegte McEnroe Wilander nach 6 Stunden und 22 Minuten 9:7, 6:2, 15:17, 3:6 und 8:6. In der Tennisgeschichte wurde nur in Wimbledon 2010 zwischen Nicolas Mahut und John Isner länger gespielt, etwas über elf Stunden.

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