Aktualisiert

FCLChiumiento im Schatten von Yakin

Die FCL-Stars Hakan Yakin und Davide Chiumiento spielten schon in Bern zusammen – nicht mit gleichem Erfolg.

von
Andy Huber

Neuzugang Yakin beherrscht den «tödlichen» Pass und ist der Kunstschütze der Liga – Chiumiento dreht seine Pirouetten fast wie einst Eis­prinzessin Denise Biellmann. Nun sollen die beiden Künstler also in Luzern zaubern. Stellt sich die Frage: Kann das klappen? Der Appenzeller Chiumiento betont zwar immer wieder, wie sehr er sich freue, wieder mit Yakin zusammenzuspielen.

Vor drei Jahren sah seine Gemütslage jedoch ein wenig anders aus, als das Duo bei YB angestellt war. Der 76fache Internationale Yakin stand dem damaligen Jung­star vor der Sonne und war der unumstrittene Regisseur. Chiumiento hingegen, der diesen Part auch gern für sich beansprucht, musste auf die Seite ausweichen. Er tat sich damit schwer und kam zunehmend weniger zum Einsatz. Der damalige Trainer Martin Andermatt begründet seine Massnahme: «Davides Qualitäten waren und sind unbestritten. Aber er schöpfte sein grosses Talent einfach zu wenig konsequent aus und hatte den Kopf nicht immer bei der Sache.» Andermatt glaubt weiter an Chiu­miento: «Ich bin überzeugt, dass er in jeder Hinsicht eine Wandlung durchgemacht hat.» Der Zuger denkt auch, dass die beiden «Riesenfussballer» viel voneinander profitieren werden.

Wenn Yakin wirklich von Chiumiento als «Platzhirsch» akzeptiert wird. Luzern-Trainer Rolf Fringer sieht da keine Probleme: «Davide hat seine Rolle akzeptiert und zieht voll mit.» Was passiert, wenns bei den beiden eigenwilligen Charakteren doch mal Knatsch gibt? «Wir haben klare Verhaltensregeln, und die gelten für alle», sagt Fringer.

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