Aktualisiert 28.08.2005 18:32

Chloroform-Anschlag ging glimpflich aus

Nach einer Chloroform-Attacke im Prince-Club brach unter den Besuchern Panik aus. 16 junge Leute mussten ins Spital. Die unbekannten Attentäter sind flüchtig.

«Gestern wurde die letzte Person aus der Spitalpflege entlassen», so Kriminalkommissär Peter Gill. Alle Opfer im Alter zwischen 14 und 23 Jahren seien wieder wohlauf. Nach dem Gasanschlag in der Nacht auf Samstag wurden vor Ort 25 Personen wegen Atembeschwerden, Kopfweh und Augenbrennen behandelt. «Viele klappten zusammen und mussten ins Freie getragen werden», erzählt ein Augenzeuge. Total waren 400 Personen im Club. Georg Obiazi (42), Betreiber des Lokals, hat eine Vermutung, wer hinter dem Anschlag stecken könnte: «Möglicherweise die ehemaligen Inhaber oder Konkurrenten. Sicher sind es Leute, die mich gut kennen», glaubt Obiazi. Er will nun die Security verbessern, nachdem es bereits vor zwei Wochen zu einem ähnlichen Vorfall gekommen war. Anschuldigungen von Clubbesuchern, wonach Notausgänge geschlossen waren, dementierte er gestern.

Laut Peter Gill wird die Polizei alles untersuchen. Man sei aber auch noch dringend auf Zeugenaussagen angewiesen. Zum Ausgang der Chloroform-Attacke bemerkte Gill nur: «Ein Wunder, dass trotz der Panik niemand niedergetrampelt wurde.»

Adrian Jäggi

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.