Aktualisiert 04.12.2008 10:35

Bereits 500 ToteCholera-Notstand in Simbabwe

Simbabwe hat wegen der Cholera den nationalen Notstand ausgerufen. Gesundheitsminister David Parirenyatwa bat internationale Hilfsorganisationen um finanzielle Unterstützung für die vor dem Kollaps stehenden Kliniken.

Das berichtete die staatliche Zeitung «Herald» am Donnerstag. «Unsere zentralen Krankenhäuser sind buchstäblich funktionsunfähig», zitierte die Zeitung den Minister.

Es fehle Geld für die Bezahlung von Ärzten und Pflegepersonal sowie für Medikamente, Nahrungsmittel und Medizintechnik. «Unser Personal ist demotiviert, und wir brauchen Ihre Unterstützung um sicherzustellen, dass sie wieder an die Arbeit gehen und dass unser Gesundheitssystem erneuert wird», fügte Parirenyatwa hinzu.

Seit Ausbruch der Seuche sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 500 Menschen an der Cholera gestorben. Ursachen sind vermutlich die Mängel in der Trinkwasserversorgung und Abwasseraufbereitung.

Die EU-Kommission hat Simbabwe am Mittwoch mehr als zwölf Millionen Dollar für Medikamente und sauberes Wasser zugesagt. «Wir müssen unsere Mittel zusammenlegen und prüfen, wie wir am besten auf diesen Notstand reagieren können», sagte der Direktor des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) für Simbabwe, Agostinho Zacarias, dem Zeitungsbericht zufolge. (dapd)

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