Aktualisiert 18.12.2008 12:07

1100 ToteCholera wütet weiter in Simbabwe

Die Zahl der Cholera-Toten in Simbabwe ist auf mehr als 1100 angestiegen. Am schlimmsten betroffen ist die Hauptstadt Harare mit 224 Toten. Bei Präsiden Mugabe scheint nun doch ein Umdenken feststellbar: Er legte eine Hilfsprogramm auf.

Insgesamt gebe es derzeit mehr als 20 000 Verdachtsfälle von Cholera-Infektionen, erklärte das Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) der UNO weiter. Am schlimmsten betroffen ist die Hauptstadt Harare mit 224 Toten. Am vergangenen Montag hatte das OCHA noch von rund 978 Cholera-Toten gesprochen.

«Die vernichtende Cholera breitet sich weiter aus», erklärte das OCHA und berichtete von einem neuen Infektionsherd in der Region Chegutu nahe Harare. Insgesamt wurden aus neun der zehn Provinzen in Simbabwe Cholera-Fälle gemeldet.

Die UNO registrierte zudem 859 Cholera-Erkrankungen in Südafrika, elf davon seien tödlich verlaufen. Einzelne Fälle seien auch in Botsuana, Mosambik und Sambia gemeldet worden, hiess es.

Die Behörden Simbabwes hatten mit widersprüchlichen Aussagen über die Epidemie internationalen Zorn auf sich gezogen. Nachdem sie zunächst den «nationalen Notstand» ausriefen, erklärten sie die Seuche wenig später für «unter Kontrolle».

Die Regierung von Präsident Robert Mugabe scheint allerdings umzudenken: Wie die Staatszeitung «The Herald» berichtete, legten die Regierung und humanitäre Organisationen im Kampf gegen die Cholera ein 19 Millionen Dollar schweres Hilfsprogramm auf.

(sda)

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