Zivilklage gegen US-Sänger - Chris Brown wegen Vergewaltigung angeklagt

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Zivilklage gegen US-SängerChris Brown wegen Vergewaltigung angeklagt

Eine Frau wirft dem Sänger vor, sie auf einer Jacht unter Drogen gesetzt und vergewaltigt zu haben. Chris Brown weist die Vorwürfe zurück.

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Hat schon wieder Ärger mit der Justiz: Chris Brown. (Archivbild)

Hat schon wieder Ärger mit der Justiz: Chris Brown. (Archivbild)

AFP/Valerie Macon
Eine Frau wirft dem US-Sänger vor, sie betäubt und vergewaltigt zu haben.

Eine Frau wirft dem US-Sänger vor, sie betäubt und vergewaltigt zu haben.

AFP/Hector Retamal
2009 wurde Brown von einem US-Gericht wegen eines Angriffs auf seine damalige Freundin, R&B-Star Rihanna, zu fünf Jahren Haft auf Bewährung und 180 Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

2009 wurde Brown von einem US-Gericht wegen eines Angriffs auf seine damalige Freundin, R&B-Star Rihanna, zu fünf Jahren Haft auf Bewährung und 180 Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Getty Images via AFP/Christopher Polk

Darum gehts

  • Eine nicht namentlich bekannte Tänzerin, Choreografin und Musikerin hat gegen den US-Sänger Chris Brown Klage erhoben.

  • Er soll sie im Dezember 2020 auf einer Jacht in Florida unter Drogen gesetzt und vergewaltigt haben.

  • Der Sänger weist alle Vorwürfe zurück.

US-Sänger Chris Brown ist wegen Vergewaltigungsvorwürfen verklagt worden. Eine Frau reichte am Donnerstag eine Zivilklage ein, in der sie 20 Millionen Dollar Schadensersatz von Brown verlangt. Laut den Gerichtsunterlagen, die die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte, wirft sie dem R&B-Star vor, sie im Dezember 2020 auf einer Jacht in Florida unter Drogen gesetzt und vergewaltigt zu haben.

Brown hatte die Tänzerin, Choreografin und Musikerin, die in der Klage nicht namentlich genannt wird, demnach auf die Jacht von Musik-Mogul Sean «Diddy» Combs eingeladen. Dort habe er ihr ein Getränk serviert, nach dem sie sich «desorientiert» und «körperlich instabil» gefühlt habe. In diesem Zustand habe Brown sie in ein Schlafzimmer geführt und sie vergewaltigt.

Klägerin will Vorbild für andere Frauen sein

Die «traumatischen» Erlebnisse der Klägerin «sollten uns alle entsetzen», heisst es in der in Los Angeles eingereichten Klage. «Es ist an der Zeit, dem Angeklagten Chris Brown die Botschaft zu senden, dass das Mass voll ist.» Die Klägerin wünsche sich nicht nur Gerechtigkeit für sich selbst, sondern sie wolle auch ein Vorbild für andere sein, «die jetzt oder in der Vergangenheit dem Angeklagten Chris Brown ausgeliefert waren.»

Die Anwälte Ariel Mitchell und George Vrabeck sagten dem Nachrichtenportal TMZ, ihre Mandantin habe den Vorfall nicht bei der Polizei angezeigt, weil sie sich geschämt habe.

Instagram Chris Brown

Brown wies die Vorwürfe auf Instagram zurück. «Ich hoffe, euch fällt allen das Muster auf», schrieb er. «Immer wenn ich neue Musik oder Projekte veröffentliche, ziehen sie so eine Scheisse ab.»

Prügelattacke auf Rihanna

Brown hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Ärger mit der Justiz. 2019 wurde er in Paris kurzzeitig festgenommen, nachdem ihn eine Frau beschuldigt hatte, sie in einem Luxushotel vergewaltigt zu haben. Er wies die Vorwürfe zurück und wurde nicht angeklagt.

2009 wurde Brown von einem US-Gericht wegen eines Angriffs auf seine damalige Freundin, R&B-Star Rihanna, zu fünf Jahren Haft auf Bewährung und 180 Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Seine Prügelattacke hatte damals weltweit für Schlagzeilen gesorgt: Der Rapper hatte kurz vor der Grammy-Verleihung im Streit so schwer auf Rihanna eingeprügelt, dass sie ihren Auftritt absagen musste. Polizeifotos der verletzten Rihanna gingen um die Welt.

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(AFP/chk)

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