Weihnachtsverkauf: Christbaumkugeln bei 20 Grad
Aktualisiert

WeihnachtsverkaufChristbaumkugeln bei 20 Grad

Letzten Sonntag liess die Herbstsonne das Thermometer nochmals bis gegen 20 Grad steigen. Das hielt IKEA trotzdem nicht davon ab extra zu öffnen, um ihren Weihnachtsverkauf einzuläuten.

Während das sonnige Wetter Spaziergänger, Velofahrer und Inlineskater nochmals ins Freie lockte, glitzerten im Kunstlicht der IKEA-Filialen bereits Christbaumkugeln und Lichterketten. Das schwedische Einrichtungshaus ist indes nicht der einzige Ort, wo der Advent bereits elf Wochen vor Weihnachten beginnt.

Auch in anderen Geschäften geht es bereits weihnachtlich zu und her: In den Depot-Interio-Boutiquen in Basel, Winterthur und im Einkaufszentrum Glatt etwa liegt das Weihnachtssortiment auch bereits parat. Interio-Sprecherin Eveline Jakob gibt zu, dass es für Weihnachten eigentlich noch zu früh sei.

«Bei Interio beginnt der Verkauf von Weihnachtsartikeln normalerweise Mitte Oktober», sagte sie auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Da die drei Depot-Filialen erst in den letzten zwei Wochen eröffnet respektive wiedereröffnet wurden, habe Interio das Weihnachtssortiment vorgezogen, um nicht bereits nach kurzer Zeit wieder alles umstellen zu müssen.

Obwohl bis Weihnachten die Tage noch einiges kürzer werden müssen, würde die Kundschaft bereits im Oktober Artikel aus dem Weihnachtssortiment kaufen. «Einen ersten Ansturm verzeichnen wir immer gleich zu Beginn des Weihnachtsverkaufs», sagte Jakob. Früh zugreifen würden vor allem Stammkunden, welche aus der ganzen Breite des Sortiments auswählen wollten.

Kunden brauchen Inspiration

Nach dem ersten Ansturm flacht die Nachfrage nach Weihnachtsartikeln gemäss Jakob erfahrungsgemäss wieder ab und steigt erst wieder Mitte November, wenn die Adventszeit unmittelbar bevorsteht. Wie in vielen Sparten des Deatilhandels sind die Verkaufszahlen von Adventsdekoration zudem stark wetterabhängig.

Einen weiteren Grund, weshalb Weihnachten im Detailhandel bereits mitten im Herbst beginnt, nennt Jürg Welti, Sprecher der Warenhauskette Globus: «Die Kunden brauchen Zeit zur Inspiration.» Höhepunkt des Weihnachtsverkaufs sei schon der Dezember, allerdings sei die Bedeutung der Wochen zuvor nicht zu unterschätzen.

Ausserdem machten sich gewisse Kundengruppen bereits früh Gedanken über die Weihnachtsdekoration und begännen mit den Kindern zu basteln.

Den Eindruck vieler Leute, dass Weihnachten in den Geschäften immer früher Einzug halte, kann Welti nicht bestätigen. Bei Globus beginne der Weihnachtsverkauf schon seit langem immer am Donnerstag vor Allerheiligen (1. November).

Dekoration ab Mitte November

Einen ähnlichen Zeitplan gibt es auch bei den anderen Schweizer Detailhändlern: So werden in Migros-Filialen ab Mitte Oktober erste Weihnachtsartikel zu finden sein. Ab 1. November bilden Weihnachtsartikel dann einen Verkaufsschwerpunkt, wie beim Migros Genossenschaftsbund zu erfahren war.

Dass Weihnachten nicht jedes Jahr früher beginnt, heisst es auch bei Coop. Herbstliches und weihnachtliches Gebäck wie Lebkuchen seien bereits jetzt in den Filialen zu finden, sagte eine Sprecherin des zweitgrössten Detailhändlers. Weihnachtsartikel werden ab November angeboten, und weihnächtlich dekoriert sind die Läden ab Mitte November.

(sda)

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