Christendemo wegen Nonnen-Sexshow

Aktualisiert

Christendemo wegen Nonnen-Sexshow

Gleich zwei
religiöse Gruppierungen
wollen gegen die Erotica
demonstrieren. Eine
Show im Nonnenkostüm
bringt italienische
Katholiken auf die Palme.

Bei Cristian Presicce, CEO der Messe Erotica vom Wochenende, laufen derzeit die Leitungen heiss. Seit italienischstämmige Katholiken in der Ostschweiz durch eine Indiskretion erfahren haben, dass an der Messe auch eine Erotikshow mit einem als Nonne verkleideten Pornostar geplant ist, herrscht bei ihnen Aufregung: «Wir akzeptieren nicht, dass unsere Religion auf diese Weise profanisiert wird», sagt Don Peppino von der Missione Cattolica Italiana in Wil.

Er selber will zwar nichts unternehmen. Seinen aufgeregt anrufenden Gemeindemitgliedern empfiehlt er jedoch, sich an die Bistumsleitung zu wenden. Dort war gestern keine offizielle Reaktion zu

haben. Sprecherin Sabine Rüthemann findet erotische Darstellungen mit Nonnen allerdings «geschmacklos».

Laut Cristian Presicce haben italienische Katholiken eine Demonstration vor der Messe angekündigt. Und auch auf evangelischer Seite wächst der Widerstand: «Wir werden friedlich gegen die Veranstaltung protestieren. Etwa so wie vor vier Jahren», sagt Cornelia Koller von den Christen für die Wahrheit. Presicce hat damit kein Problem, «solange die Demonstranten die Messe nicht betreten».

loo

30 Pornostars im Hotel Dom

Die Darsteller der Live-Shows an der Erotica-Messe, rund 30 zum Teil internationale Pornostars, sind gemeinsam im Hotel Dom untergebracht. Dort arbeiten hauptsächlich behinderte Menschen. Die Wahl ist laut Erotica-Veranstalter Cristian Presicce weder Zufall noch eine Frage des Geldes: «Das Hotel mit seinem sozialen Engagement passt zu meiner Denkweise. Vom Hotel Radisson hatte ich preislich ein vergleichbares Angebot.»

loo (Foto feb)

Deine Meinung