Christian Eriksen wurde operiert – darf er in Italien nicht mehr spielen?
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Rückkehr zu Inter fraglichChristian Eriksen wurde bereits operiert – darf er in Italien nicht mehr spielen?

Dem Dänen wurde ein Defibrillator implantiert. Das bringt aber bereits das nächste Problem hervor.

von
Adrian Hunziker

Eriksen musste noch auf dem Spielfeld reanimiert werden.

SRF

Darum gehts

  • Christian Eriksen wurde bereits operiert.

  • Dem Dänen wurde ein Defibrillator eingepflanzt.

  • Nun stellt sich aber die Frage, ob Eriksen zu Inter Mailand zurückkehren darf.

  • Das hängt davon ab, ob das Implantat vorübergehend oder dauerhaft ist.

Christian Eriksen wurde bereits operiert, der Defibrillator eingesetzt – das berichtet die «Gazzetta dello Sport». Der 29-Jährige, der am Samstag im Spiel gegen Finnland auf dem Platz einen Herzstillstand erlitten hatte und wiederbelebt werden musste, soll ausserdem heute Freitag das Spital wieder verlassen können.

Der dänische Verband teilte zudem mit, dass wohl eine Myokarditis – eine Herzmuskelentzündung – zum Stillstand geführt hatte. Diese Myokarditis könne nicht mit Medikamenten behandelt werden, deshalb bedurfte es des Defibrillators.

Wie geht es mit Christian Eriksens Fussballkarriere weiter?

Wie geht es mit Christian Eriksens Fussballkarriere weiter?

Pool via REUTERS

Nun stellt sich die Frage: Wird Eriksen diesen Defibrillator nur vorübergehend oder dauerhaft tragen. Sollte das Letztere zutreffen, könnte das für den Dänen Konsequenzen haben, was seinen Arbeitgeber betrifft. Der 29-jährige steht noch bis 2024 bei Inter Mailand unter Vertrag. Und genau darin liegt die Krux.

Denn wie die «Gazzetta dello Sport» weiter berichtet, darf Eriksen mit dauerhaftem Implantat nicht mehr in Italien spielen. Das wegen eines 2017 aktualisierten Protokolls des Cocis (Kardiologisches Organisationskomitee für Sportfitness). Dieses besagt, dass es in Italien laut den Vorschriften des Gesundheitssystems verboten ist, einen Kontaktsport auszuüben, wenn man einen Defibrillator eingepflanzt bekommen hat. Das hat einen einfachen Grund: Bei einem Schlag auf das Herz kann der Defibrillator zerbrechen. Es sieht also danach aus, als müsste sich Eriksen einen neuen Verein suchen.

Eriksen wird bei Inter erneut untersucht werden. Sollte man dabei feststellen, dass das Implantat nur vorübergehend benutzt werden muss, steht einer Weiterbeschäftigung bei den Blau-Schwarzen nichts im Weg.

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