Aktualisiert 05.06.2014 11:29

Sudan

Christin erhebt Einspruch gegen Todesurteil

Die Anwältin der im Sudan zum Tode verurteilten Christin verlangt die Freilassung ihrer Mandantin. Sie macht Verfahrensfehler geltend.

Die wegen ihrer Religion zum Tode verurteilte Christin im Sudan hat die Strafe angefochten. Ihre Anwältin Eman Abdel-Rahim sagte am Donnerstag, ihre Mandantin verweise auf Verfahrensfehler und verlange ihre Freilassung.

Der Fall hatte international für Empörung gesorgt. Die 27-jährige Meriam Ibrahim war im Mai von einem Gericht in Khartum wegen Abfalls vom islamischen Glauben verurteilt worden. Sie sagt, ihr muslimischer Vater habe sie verlassen, als sie noch klein war, und sie sei von ihrer äthiopischen Mutter aufgezogen worden, einer orthodoxen Christin. Die Verurteilte selbst hatte 2011 einen Christen aus dem Südsudan in einer kirchlichen Zeremonie geheiratet.

Amnesty International bezeichnet das Todesurteil als abscheulich. Auch das US-Aussenministerium hatte erklärt, man sei tief verstört darüber. Der britische Premierminister David Cameron und sein Vorgänger Tony Blair hatten gefordert, das Urteil für ungültig zu erklären. (sda)

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