Aktualisiert 04.04.2009 22:15

Kinofilm

Christoph Meili - der Film

Der ehemalige UBS-Wachmann Christoph Meili sorgt immer wieder für Schlagzeilen, zuletzt vor einer Woche mit seiner angekündigten Rückkehr aus den USA. Kein Wunder wollen Filmproduzenten seine Akten-Rettungsaktion und sein Leben auf die Leinwand bringen.

Die Geschichte von Christoph Meili bewegt nicht nur die Schweiz, sonder erregt offenbar auch die Fantasie der hiesigen Filmemacher.

«Wir haben das Thema mit den Filmemachern Xavier Koller und Walo Deuber anrecherchiert», sagt Patrick Müller von der Produktionsfirma Condor zur Zeitung «Sonntag». Es liege aber erst das Grundkonzept vor. «Die Dreharbeiten würden – wenn überhaupt – frühestens in anderthalb bis zwei Jahren beginnen.»

Auswanderung...

Christoph Meili arbeitete 1997 als Wachmann bei der UBS. Ihm fielen hochbrisante Dokumente über Guthaben von Kontoinhabern in die Hände, die von den Nazis getötet wurden. Meili rettet die Dokumente vor dem Shredder und spielt sie der jüdischen Gemeinde zu.

Ein Jahr später sehen sich die Schweizer Banken gezwungen, 1,25 Milliarden Franken zur Entschädigung von Nazi-Opfern auszuzahlen. Meili wurde als Nestbeschmutzer beschimpft und verliess die Schweiz in Richtung USA. Meili erhielt aus dem Vergleich mit der Bank 250 000 Franken.

...und baldige Heimkehr

250 000 Franken - viel Geld, das offenbar nicht lange reichte. Zunächst schlug sich der ehemalige UBS-Wachmann als Security Guard durch - bis er im Januar 2009 via YouTube aus einem Wohnmobil meldete: «Wir haben kein Geld mehr.»

Demnächst will Christoph Meili wieder in die Schweiz kommen, wie er unlängst angekündigt hat. Hier will bei Freunden wohnen - und er kann mit über 2000 Franken Arbeitslosengeld rechnen.

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