Lawinen: Chronologie der schwersten Lawinenunglücke
Aktualisiert

LawinenChronologie der schwersten Lawinenunglücke

Das Doppel-Lawinenunglück vom Diemtigtal reiht sich in die Liste schwerer Unfälle im Schnee der vergangenen 50 Jahre.

Im Schnitt kommen in der Schweiz jährlich 25 Menschen bei Lawinen ums Leben.

- Der Winter 1950/51 geht mit 1300 Schadens-Lawinen, 98 Toten sowie schweren Wald- und Gebäudeschäden als Katastrophenwinter in die Geschichte ein. In Vals GR sterben 19, in Andermatt UR 13 und in Airolo TI 10 Menschen in Lawinen.

- Am 19. Februar 1961 wird eine 10köpfige Schulklasse bei Lenzerheide GR von einer Lawine verschüttet und getötet.

- 1968 kommen bei fünf Lawinenniedergängen im Raum Davos insgesamt 13 Menschen ums Leben.

- Am 24. Februar 1970 zerstört eine Lawine die Militärunterkunft und andere Häuser in Reckingen VS; 30 Menschen kommen ums Leben. Im ganzen Winter 1969/70 werden 56 Lawinenopfer gezählt.

- 1975 sterben drei Personen in Alca/Medel GR, als eine Lawine auf Häuser des Dorfes niedergeht.

- Im Februar 1984 kommen bei Lawinenniedergängen auf Siedlungsgebiet um Airolo TI, Samnaun GR und Blitzingen VS sechs Menschen ums Leben.

- Am 2. März 1985 erfasst eine Lawine auf der Strasse Täsch- Zermatt VS mehrere Fahrzeuge, elf Menschen sterben.

- Am 7. Mai 1990 kommen im bernischen Haslital sieben Personen in einer Lawine ums Leben.

- Am 8. März 1991 werden sieben Menschen in einer Lawine am Grossen St. Bernard getötet.

- Am 1. Mai 1992 kommen vier Menschen in einem Bus ums Leben, der von einer Lawine am Flüela GR verschüttet wurde.

- Am 21. Februar 1999 verschüttet ein Lawinenabgang im Val d'Hérens VS Teile von Evolène; dabei kommen zehn Menschen ums Leben.

- Am 21.2.2000 sterben drei Menschen in einer Lawinen im Parsenngebiet GR.

- Am 3. Februar 2001 wird eine junge Eiskletterin bei Zinal VS von einer Lawine getötet; eine zweite Lawine tötet zwei Mitglieder der Bergungsmannschaft.

- Am 11. Februar 2001 kommen drei Menschen am Pizzo Rotondo im Bedrettotal TI ums Leben.

- Am 5. März 2002 sterben drei Menschen am Piz Vallatscha im Unterengadin.

- Am 8. Januar 2003 tötet eine Lawine oberhalb der Walliser Gemeinde Bourg-St-Pierre drei französische Wanderer.

- Am 5. Feb. 2003 kommen bei einem Lawinenabgang in Champex VS vier Wintersportler ums Leben.

- Am 1. Mai 2003 werden drei Mitglieder einer 13-köpfigen SAC- Gruppe am Geisshorn beim Mittelgletscher im Aletschgebiet VS von einer Lawine getötet.

- Am 15. März 2005 kommen drei Tourenskifahrer bei einem Lawinenunglück in Obstalden GL ums Leben.

- Am 20. Februar 2006 werden drei Variantenskifahrer aus Bayern im Val Acletta in Disentis GR von einer Lawine getötet.

- Am 12. Juli 2007 kommen fünf Rekruten und ein Wachtmeister der Schweizer Armee in einer Lawine an der Jungfrau BE ums Leben.

- Am 11. Februar 2009 kommen drei Seminaristen aus Ecône bei einem Lawinenunglück in Nendaz VS ums Leben.

- Am 14. Juni 2009 sterben zwei Männer und eine Frau am Piz Palü GR in einem Schneebrett.

- Am 3. Januar 2010 sind im hinteren Diemtigtal BE bei zwei Lawinenniedergängen mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Arzt der Rega. (sda)

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