Aktualisiert

Chrysler will über 13 000 Stellen streichen

Die angeschlagene US-Sparte von DaimlerChrysler will mehr als 13.000 Jobs im Zuge ihrer Restrukturierung streichen.

Chrysler hat 2006 tiefrote Zahlen geschrieben. Der Verlust betrug rund 1,1 Milliarden Euro. Im Vorjahr lag der Gewinn noch bei 1,5 Milliarden Euro.

Im Zuge des Sanierungsplans soll ausserdem das Chrysler-Werk in Newark im US-Staat Delaware geschlossen werden. Dort sind rund 2.100 Mitarbeiter beschäftigt, produziert werden dort die unter schwachen Absatzzahlen leidenden Geländewagen Dodge Durango und Chrysler Aspen. Ausserdem sollen in anderen US-Werken die Arbeitszeiten verkürzt werden und ein Autoteile-Vertriebszentrum in der Nähe von Cleveland geschlossen werden.

Die jetzt bekannt gegebene Stellenstreichung geht noch über das hinaus, was Analysten zuvor erwartet hatten.

Die Produktpalette von Chrysler hat traditionell einen Schwerpunkt bei Pick-up-Trucks und Geländefahrzeugen (SUV). Doch wegen der gestiegenen Treibstoffpreise geben inzwischen auch immer mehr Amerikaner beim Neuwagenkauf sparsameren Modellen den Vorzug und lassen die Spritfresser beim Händler stehen. Dagegen konnte vor allem Toyota mit seinem Hybridmodell Prius Verkaufserfolge feiern, während Chrysler zusammen mit den beiden anderen grossen US-Anbietern General Motors und Ford erheblich Federn lassen musste.

(dapd)

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