Slalom AdelbodenMeillard verpasst das Podest, drei Schweizer in den Top 10

Kein Schweizer-Podestplatz im Slalom am Chuenisbärgli. Schwarz gewinnt den Klassiker vor Strasser und Ryding. Meillard, Yule und Nef fahren unter die besten Zehn.

Die Fahrt von Loïc Meillard. (Video: SRF)

Das Schweizer Slalom-Team verpasst die Podestplätze beim Heimrennen in Adelboden. Der Drittplatzierte vom Riesenslalom am Samstag und Dritte nach dem ersten Lauf, Loïc Meillard, fällt im zweiten Lauf vom Podest. Er klassiert sich als Fünfter vor den Teamkollegen Tanguy Nef (6.) und Daniel Yule (7.). Diese Ergebnisse lassen sich jedoch sehen, da Nef im zweiten Lauf drei und Yule ganze acht Plätze gutmachen konnten.

Ramon Zenhäusern verliert im zweiten Lauf drei Ränge und fährt auf den 13. Rang. Ferner erreichen Luca Aerni und Marc Rochat die Ränge 20 und 21. Noel von Grünigen, der sich mit der hohen Startnummer 59 für den zweiten Lauf qualifizierte, scheidet aus. Die Schweizer verpassen es also nach den beiden dritten Rängen in den Riesenslaloms von Adelboden, erneut einen Podestplatz einzufahren.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass Meillard lächelt, als er zum Interview mit dem SRF erscheint. Meillard trauert dem Podest nicht nach, meint: «Es war wieder einmal sehr knapp. Am Morgen waren meine Beine noch sehr gut, doch im Verlauf des Tages wurden sie immer schwerer. Daher bin ich mit meinem Ergebnis zufrieden.» Generell sei er mit dem Adelboden-Wochenende happy. «Ich denke, dass ich gute Leistungen zeigte», meint der beste Schweizer vom Sonntag.

Daniel Yule fährt im Slalom auf Rang 7.

(Video: SRF)

Enge Zeitabstände

Der Sieg im heutigen Slalom ist derweil eine Sache der Hundertstel. Die besten 14 Fahrer klassieren sich alle innerhalb von einer Sekunde. An der Spitze ist es sogar noch enger. Der Sieger Marco Schwarz nimmt dem Zweitplatzierten Linus Strasse nur gerade 14 Hundertstel ab, dahinter folgen Dave Ryding, Michael Matt und Loïc Meillard, alle innerhalb von fünf Hundertsteln.

Der Slalom-Januar hat damit Fahrt aufgenommen. Bis Ende Monat findet nach Zagreb und Adelboden noch weitere fünf Slalom-Rennen statt. Die Schweizer Techniker haben also noch einige Chancen auf Top-Ergebnisse. (els/nih)

Deine Meinung

Sonntag, 10.1.2021

Clément Noel

Damit ist klar, dass Marco Schwarz und Linus Strasser auf dem Podest stehen werden. Kann der Franzose Clément Noel die beiden noch abfangen?

Er baut seinen Vorsprung bis zum Zielhang auf über sechs Zehntel aus, kommt aber nicht problemlos durch. Er fällt sogar auf den achten Rang zurück.

Marco Schwarz gewinnt vor Linus Strasser und Dave Ryding.

Victor Muffat-Jeandet

Auch der Franzose kann die gute Ausgangslage nicht nutzen. Nach einem Fehler muss er zurücksteigen und fällt ans Ende des Klassements zurück.

LOÏC MEILLARD

Zwei Schweizer werden in die Top 10 fahren. Nun geht es aber um den Podestplatz! Im ersten Lauf war er nahezu gleich schnell wie Schwarz. Bis zum Steilhang baut er den Vorsprung auf vier Zehntel aus!

Und es reicht knapp nicht! Trotz geringem Rückstand von 19 Hundertsteln reicht es nur zu Rang 5. Damit gibt es heute keinen Schweizer Podestplatz.

Marco Schwarz

Der Österreicher löst Strasser an der Spitze ab. 14 Hundertstel nimmt er dem Deutschen ab und markiert damit seine Ambitionen auf einen Podestplatz.

Kristoffer Jakobsen

Für ihn ist dieser zweite Lauf gesteckt. Er zeigt eine Fahrt am Limit und fällt im Steilhang fast aus. Dieser Fehler hat enorm Zeit gekostet, daher nur der 13. Zwischenrang. Vier Fahrer stehen noch oben.

Sebastian Foss-Solevaag

Auch der Norweger fällt hinter Yule und Nef zurück. Er verdrängt Khoroshilov vom sechsten Rang.

Alexander Khoroshilov

Die Fahrer wissen, dass es viel Risiko und den vollen Angriff braucht, um hier an die Spitze zu fahren. Auch der Russe fährt am Limit und verliert vier Hundertstel. Doch aufgrund der kleinen Abstände an der Spitze fällt er auf Zwischenrang 6 zurück.

Dave Ryding

Starke Leistung des Briten, der sechs Zehntel in den Steilhang mitnimmt. Doch zwei Fehler vermiesen ihm den Sprung an die Spitze. Ein einziger Hundertstel fehlt Ryding auf die Bestzeit vom Führenden Linus Strasser.

Die Entscheidung naht

Noch acht Fahrer stehen oben bereit, darunter Loïc Meillard, welcher dann als Drittletzter starten wird. Fährt er nach dem dritten Platz im gestrigen Riesenslalom heute erneut auf das Podest?

TANGUY NEF

Nun der zweitbeste Schweizer: Auch er nimmt nur einen minimalen Vorsprung in den Steilhang mit und kann diesen nicht halten, wenn auch nur sehr knapp. Neun Hundertstel fehlen auf die Bestzeit!

RAMON ZENHÄUSERN

Der grosse Walliser baut seinen Vorsprung oben aus, nimmt dann aber nur einen Hundertstel in den Steilhang mit. Dieser gelingt ihm leider nicht optimal. Er fällt auf Zwischenrang 6 zurück.

Da sind wir nicht der gleichen Meinung ...

Henrik Kristoffersen

Der Norweger zeigt eine gewohnt angriffige Fahrt, nimmt aber zu viel Risiko und fädelt ein. Es ist und bleibt nicht das Wochenende des Kristoffersen.

Linus Strasser

Der König von Zagreb bestätigt seine starke Form. Drei Hundertstelsekunden bringt er ins Ziel und übernimmt die Führung. Munteres Leaderwechseln nun an der Spitze. Den Deutschen gefällts:

Der 2. Lauf von Yule

Michael Matt

Der Vierte des letzten Slaloms fährt auf der letzten Rille. Und er übernimmt knapp die Führung und verdrängt Yule von Leaderthron.

Das wünschen wir uns auch!

Einverstanden?

DANIEL YULE

Der Vorjahressieger startet seinen Angriff. Bereits oben riskiert der Walliser viel und geht mit einem Vorsprung in den Zielhang. Und er setzt sich an die Spitze! Und plötzlich wird es im Zielraum laut!

Wer findet die Video-Fans auch super?

21 Kommentare
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skimaster

10.01.2021, 14:10

RZ hat sich in Adlerboden offenbar ein Haus gemietet um sich zw. den Läufen zu erholen. Hat unglaublich genützt. Wieder eine schwache Leistung.

skimaster

10.01.2021, 14:06

Anderes Wort für Totalversager? R.Zenhäusern.

Chäbi

10.01.2021, 14:02

Wurde von SRF schon erwähnt dass die Piste in einem sensationellen Zustand wie sonst nirgendwo auf der Welt ist?