Aktualisiert 04.05.2006 09:33

CIA-Affäre: USA weisen Vorwürfe zurück

«Die Vorwürfe, wonach es tausende von Flügen mit Gefangenen an Bord gegeben haben soll, (...) sind einfach absurd», sagte ein Berater von US-Aussenministerin Condoleezza Rice.

Eine Woche nach der Veröffentlichung eines EU- Zwischenberichts zu Gefangenenflügen des US-Geheimdienstes CIA über Europa haben die USA die Vorwürfe scharf zurückgewiesen. Ein Berater von US-Aussenministerin Condoleezza Rice bezeichnete die Anschuldigungen des CIA-Untersuchungsauschusses im Europaparlament am Donnerstag als abwegig.

«Die Vorwürfe, wonach es tausende von Flügen mit Gefangenen an Bord gegeben haben soll, (...) sind einfach absurd», sagte der Rechtsberater der Ministerin, John Bellinger, in Brüssel. Die genannte «grosse Anzahl» sei «inkorrekt».

Der CIA-Untersuchungsauschusses in Strassburg hatte am vergangenen Mittwoch festgestellt, dass mehr als tausend CIA- Gefangenenflüge über Europa geführt hätten. Der italienische Berichterstatter des Ausschusses, Giovanni Claudio Fava, gab den europäischen Regierungen eine Mitschuld und warf ihnen «schuldhafte Untätigkeit» vor.

Aus den Daten der europäischen Flugüberwachung Eurocontrol gehe hervor, dass es über Europa «mehr als tausend CIA-Flüge» gegeben habe, ohne dass sich die Regierungen dafür interessiert hätten. Die CIA sei «klar verantwortlich für Entführungen und Festnahmen mutmasslicher Terroristen auf dem Territorium der Mitgliedsstaaten», sagte Fava weiter.

(sda)

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