CIA-Mitarbeiter wegen Gefangenen- Misshandlung verurteilt

Aktualisiert

CIA-Mitarbeiter wegen Gefangenen- Misshandlung verurteilt

Ein CIA-Mitarbeiter ist von einem Gericht in Raleigh für schuldig befunden worden, einen Gefangenen in Afghanistan schwer misshandelt zu haben. Der Mann war zwei Tage nach den Vorfällen gestorben.

Das Gericht im US-Bundesstaat North Carolinasah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im Juni 2003 einen afghanischen Häftling bei einem Verhör mit einer Metall- Taschenlampe an zwei Tagen brutal geschlagen hatte, berichtete die lokale Tageszeitung «News Observer» am Donnerstag.

Es ist das erste Mal, dass sich ein Zivilist wegen Misshandlungen eines Gefangenen in den Kriegen in Afghanistan oder im Irak vor einem US-Gericht verantworten muss. Wie lange der 40- Jährige ins Gefängnis muss, wird erst in einigen Monaten entschieden. Die Höchststrafe wären elfeinhalb Jahre.

Die Verteidiger des CIA-Mannes, der in North Carolina wohnt, hatten argumentiert, dass die Vernehmung des Afghanen wegen des Verdachts auf Teilnahme an einem Raketenangriff auf den US- Militärstützpunkt nahe Asadabad notwendig gewesen sei.

Der Staatsanwalt hatte geschildert, dass der Afghane in zwei nächtlichen Verhören so übel zugerichtet worden sei, dass er seine Bewacher angefleht habe, ihn zu erschiessen.

(sda)

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