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CIA-Nachfolge: Hayden- Ärger für Bush

Der von der US-Regierung favorisierte Kandidat, Luftwaffengeneral Michael Hayden, für die Nachfolge von Porter Goss als CIA-Chef ist bei Abgeordneten beider politischer Lager auf Kritik gestossen.

Luftwaffengeneral Michael Hayden sei «die falsche Person am falschen Ort zur falschen Zeit», erklärte der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, der Republikaner Peter Hoekstra. US-Präsident George W. Bush wollte möglicherweise schon am (heutigen) Montag einen Nachfolger für Goss bekannt geben, der am Freitag überraschend zurückgetreten war.

Hayden ist derzeit Stellvertreter des Nationalen Geheimdienstkoordinators John Negroponte und gilt als dessen engster Vertrauter. Sollte er die Leitung der CIA übernehmen, würde jeder US-Geheimdienst von einem Offizier geführt. Kritiker befürchten dadurch eine weitere Militarisierung der Geheimdienste.

Ein General an der Spitze der CIA könnte den Eindruck erwecken, dass der Geheimdienst vom Verteidigungsministerium kontrolliert werde, sagte Hoekstra am Sonntag dem Fernsehsender Fox. Der demokratische Senator Joseph Biden befürchtete, die Ernennung Haydens könnte vermuten lassen, dass das Pentagon sich die CIA einverleibt habe. Der republikanische Abgeordnete Saxby Chambliss zeigte sich ebenfalls kritisch. Die Tatsache, dass Hayden den Streitkräften angehöre, sei ein «grösseres Problem». Selbst wenn Hayden seinen militärischen Posten aufgäbe, wäre dieses Problem nicht gelöst, erklärten Chambliss und Hoekstra. (dapd)

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