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«C'est magique»Circus Knie präsentiert neues Programm

«C'est magique» lautet das Motto der diesjährigen Tournee des Circus Knie. Sie vereint Tradition und Morderne unterm Chapiteau. Die Generalprobe am Freitag in Rapperswil SG begeisterte das Publikum.

Zirkustradition verkörpern - neben der Familie Knie - ganz besonders «Les Rossyann». Der Weissclown und der Dumme August, Yann und Hector Rossi, entstammen einer italienisch-französischen Zirkusfamilie, die schon Mitte des 18. Jahrhunderts auftrat. Auch «Gentleman-Jongleur» Kris Kremo ist seit Generationen in der Zirkuswelt verwurzelt.

Einen ganz anderen, neuartigen Zirkus verkörpert die Circus- Theater-Gruppe «Bingo». Die jungen Leute aus der Ukraine wirbeln in zwei Auftritten durch eine ganze Palette von Disziplinen.

Eine unkonventionelle und überaus witzige Mischung aus Tanz, Slapstick und Akrobatik zeigen die «Starbugs». Die drei jungen Komiker Fäbu, Tinu und Silu aus dem Berner Seeland nennen den Mix «Rhythmische Sportkomik».

«Herrin der Ringe»

Wirbelnde Hula-Hoop-Ringe sind das Markenzeichen der in Russland geborenen Artistin Yelena Larkina. Die Ehefrau von Kris Kremo zeigt sich als veritable «Herrin der Ringe».

Für die fünf Artistinnen der «Inner Mongolian Unicycle Troup» scheint das Gesetz der Schwerkraft nicht zu gelten. Auf ihren hohen Einrädern pedalend werfen sie einander Geschirrschalen zu, die sie gleich stapelweise auf dem Kopf balancieren.

Kraft und Eleganz paaren der Russe Sergey Dimitrov und der Bulgare Yani Stoyanov in ihrer Handstandnummer. Als weltweit einzige Formation, so das Knie-Programm, zeigen sie als «Duo Serjo» einen so genannten Diamidov, eine Drehung mit Vorschwung auf einem Arm in den Handstand.

Ungewohnt ist ein reines Männer-Duo am Trapez, wie es der Basler Christoph Gobet und der Berliner Rodrique Funke darstellen: «The Sorellas» zeigen die beiden Artisten ihr Können hoch über der Manege.

Die kleinsten Knies kommen, wenn sie mögen

Die italienischen «Fratelli Errani» sind für Knie-Habitués keine Unbekannten: Schon 2005 und 2007 waren sie mit dabei. Sie zeigen Kunststücke auf dem Doppel-Tanzseil und eine halsbrecherische Jockeyreiter-Nummer.

Dabei wirkt auch der kleine Ivan-Frédéric Knie mit. Der siebenjährige Sohn von Géraldine Katharina Knie braucht aber nicht aufzutreten, sollte er mal keine Lust haben.

Ebenfalls nur wenn er mag, beinelt der dreijährige Chris Rui in die Manege. Zusammen mit seinen Eltern Franco Knie jun. und Linna Knie Sun sowie Grossvater Franco Knie nähert er sich furchtlos den riesigen Asiatischen Elefanten, traute sich dann aber doch nicht recht, jedem eine Banane zu geben.

Knie-Tradition wie die Elefanten sind die Pferde. Vetreter verschiedener Rassen zeigen unter der Leitung von Fredy Knie jun., dessen Ehefrau Mary-José und Tochter Géraldine Katharina, was sie gelernt haben. Musikalisch begleitet wird die Tournee - ebenfalls traditionsgemäss - vom Zirkus-Orchester unter der Leitung des Urkainischen Kapellmeisters Ruslan Fil.

Am Freitagabend, nur wenige Stunden nach der Generalprobe, stieg in Rapperswil die Tournee-Premiere. Am 31. März verlässt der Zirkus die «Rosenstadt» und tourt fast acht Monate lang durch 43 Orte in der ganzen Schweiz. Die letzte Vorstellung ist am 22. November, wie immer in Lugano. (sda)

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