Circus Knie: Proteste gegen Wildtierhaltung
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Circus Knie: Proteste gegen Wildtierhaltung

Keine Wildtiere im Zirkus: Das fordern die Tierfreunde Schweiz. Sie verteilen heute Abend vor dem Circus Knie Protest-Flyer. Fredy Knie hat deswegen aber kein schlechtes Gewissen.

«Die Behauptungen dieser Extremisten sind nicht wahr», sagt Zirkusdirektor Fredy Knie. «Wir trainieren öffentlich – alle können sehen, dass es unseren Tieren gut geht.» Die unabhängige Tierrechtsorganisation Tierfreunde Schweiz ist da anderer Meinung: Wildtiere in Zirkussen würden geschlagen, an den Beinen zusammengekettet oder missbraucht, steht in ihrem Flyer geschrieben. Mit diesem wollen sie heute Abend den Gästen vom Circus Knie «klar machen, wie es im Zirkus tatsächlich zu und her geht». «Es ist nicht gerechtfertigt, dass Wildtiere die Menschen mit blödsinnigen Kunststücken unterhalten müssen», begründet Philip Häsli von den Tierfreunden die Aktion.

Anstatt Dressurnummern zu zeigen, sollten die Tiere in Safari-Parks untergebracht werden, meint Häsli. Dass Wildtiere nicht in die Manege gehören, findet auch Peter Schlup vom Schweizer Tierschutz STS. «Den Wildtieren gehts im Zirkus miserabel», sagt er. «Unsere Tiere sind beschäftigt und haben eine Aufgabe», sagt Fredy Knie dazu. Und: «Eine Dressur klappt nur, wenn das Tier Vertrauen in den Menschen hat – gequälte Tiere würde sich nicht dressieren lassen.»

(ewi)

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