Aktualisiert 13.08.2009 19:53

Thorsten Fink«Ciri und ich waren Gegner»

Bei Bayern München waren sie Konkurrenten: Nun treffen Thorsten Fink und Ciri Sforza als Trainer aufeinander. FCB-Coach Fink sprach mit 20 Minuten über Sforza, das Spielen von kurzen Pässen und das Reissen an langen Haaren.

von
Sandro Compagno

Thorsten Fink, hatten Sie in den letzten Wochen Kontakt zu Ihrem früheren Bayern-Kollegen Ciriaco Sforza?

Thorsten Fink: Ciri hat mir eine SMS geschickt, als ich hier in ­Basel Trainer wurde. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nicht geantwortet habe.

Sie können ja noch.

So kurz vor dem Spiel gegen GC wäre das seltsam.

Sforza und Sie standen als Spieler im Rufe, wie Trainer zu denken. Verbindet das? Waren Sie zu Bayern-Zeiten Freunde oder einfach nur Teamkollegen?

Teamkollegen. Wir habe beide im zentralen Mittelfeld gespielt und waren dadurch auch Konkurrenten. Aber wir haben nie Ärger gehabt.

Sie liegen mit dem FCB nach fünf Runden auf Platz 4. Wo steht das Team auf dem Weg vom Spiel mit langen Bällen zu Ihrem gewünschten Kurzpassspiel?

Wir sind ordentlich in die Saison gestartet. Aber wir brauchen natürlich noch etwas Zeit. Mir ist klar, dass man als Trainer an Resultaten gemessen wird, aber ich denke, drei Monate sind legitim, um in einem neuen System Automatismen zu entwickeln.

Ihre Mannschaft hat am letzten Sonntag beim 1:1 gegen den FC Zürich ein eigenartiges Bild abgegeben. Erst der Platzverweis ­gegen Frei, dann der Angriff von Costanzo auf Kollege Ferati ...

... eigentlich habe ich keine Lust mehr, darüber zu sprechen. Nur so viel: Ich kann die Aktion von Franco Costanzo nicht gutheissen. Aber letztes Jahr waren wir eine der fairsten Mannschaften und was ­haben wir geholt? Die Goldene Ananas.

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