Aktualisiert 14.07.2014 12:32

Hypothekenskandal

Citigroup zahlt sieben Milliarden Dollar Strafe

Die Citigroup büsst mit sieben Milliarden Dollar für zweifelhafte Hypotheken-Deals vor der Finanzkrise. Die US-Grossbank einigte sich nach langem Tauziehen mit der Justiz.

Die Citigroup soll Investoren beim Verkauf von Hypothekenpapieren über den Tisch gezogen haben.

Die Citigroup soll Investoren beim Verkauf von Hypothekenpapieren über den Tisch gezogen haben.

Die US-Justiz warf der Citigroup vor, Investoren beim Verkauf von Hypothekenpapieren über den Tisch gezogen zu haben. Die Bank habe den Käufern verschwiegen, wie schlecht es um viele der enthaltenen Hauskredite gestanden habe. Ausbleibende Kreditraten und der damit verbundene rapide Wertverfall dieser Hypothekenpapiere befeuerten die Finanzkrise 2008.

Die Citigroup muss nun 4,5 Milliarden Dollar bar an diverse Behörden und das Justizministerium zahlen. Mit den verbleibenden 2,5 Milliarden muss die Bank strauchelnden US-Hausbesitzern unter die Arme greifen.

In einem vergleichbaren Fall hatten die Behörden im Herbst 2013 den Branchenprimus JPMorgan zu einer Gesamtstrafe von 13 Milliarden Dollar verdonnert, bei der Bank of America wird über einen Vergleich in Höhe von zwölf Milliarden Dollar spekuliert.

Rückstellungen decken Busse nicht ab

Da die Bank nur für einen Teil der nun ausgehandelten Strafe Rückstellungen gebildet hat, drückt die Einigung auf das Ergebnis im zweiten Quartal. Vor Steuern steht nach Angaben des Kreditinstituts eine Belastung von rund 3,8 Milliarden Dollar zu Buche.

Die Citigroup galt in den vergangenen Jahren lange als Sorgenkind an der Wall Street. Letztes Jahr gelang ihr aber ein eindrucksvoller Gewinnzuwachs von 84 Prozent auf 13,9 Milliarden Dollar. (sda)

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