Zürich: City-Vereinigung kämpft für den Sonntagsverkauf
Aktualisiert

ZürichCity-Vereinigung kämpft für den Sonntagsverkauf

Hickhack um den Sonntagsverkauf vom 27. Dezember in der City: Auch Tourismus- und Standortmarketing-Fachleute schütteln den Kopf.

von
Regina Ryser

In vier Monaten ist Weihnachten – und bereits jetzt sorgen die Festtage für rote Köpfe: Die City-Vereinigung möchte einen Sonntagsverkauf am 27. Dezember durchführen, der Stadtrat ist jedoch dagegen. Gestern hat die City-Vereinigung deshalb einen Rekurs bei der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons eingereicht. «Der Detailhandel spürt die Finanzkrise und ist auf diesen frequenzstarken Verkaufstag angewiesen», begründet Präsident Milan Prenosil den Rekurs. Vor allem, weil die Geschäfte sonst während drei Tagen geschlossen wären. «Nach zwei Tagen möchten sich die Zürcher gerne wieder mit Lebensmitteln eindecken», sagt er.

Mit Spannung erwartet auch Zürich Tourismus den Entscheid des Kantons: «Viele Touristen fahren über die Festtage nach Zürich, um zu shoppen – sie würden vor verschlossenen Türen stehen», sagt Marketingleiter Maurus Lauber. Er ist überzeugt, so würde die Limmatstadt viele Gäste verlieren, vor allem, weil Zürich Tourismus für die City als Shoppingdestination werbe. Noch massivere Folgen befürchtet Robert Gubler, Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement: «Weil die Unternehmen durch den fehlenden Verkaufstag Umsatz verlieren, könnten Mitarbeiter entlassen werden.»

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