Aktualisiert 03.11.2009 22:31

Nahost-KonfliktClinton in Kairo eingetroffen

US-Aussenministerin Hillary Clinton ist auf ihrer Nahost-Reise in der ägyptischen Hauptstadt Kairo eingetroffen. Dort trifft sie mit dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak zu Gesprächen über den Nahost- Friedensprozess zusammen.

Die USA betrachteten das Thema Nahost noch immer mit einem Gefühl des «dringenden Handlungsbedarfs», sagte Clintons Sprecher Philip Crowley. Clinton trifft sich in Kairo auch mit dem ägyptischen Aussenminister Ahmed Abul Gheit und mit Geheimdienstchef Omar Suleiman.

Der israelische Siedlungsbau in den Palästinensergebieten ist das grösste Hindernis auf dem Weg zu Friedensverhandlungen im Nahen Osten. Clinton hatte während eines Besuchs in Israel am Samstag erklärt, dass ein Stopp des Siedlungsbaus keine Vorbedingung für Verhandlungen sein sollte.

Dies war als Einschwenken auf die israelische Position gedeutet worden und hatte zu Verärgerung bei den Palästinensern geführt. Washington hatte zuvor ebenfalls einen kompletten Siedlungsstopp gefordert. Ägypten ist ein wichtiger Partner der USA und Vermittler im Nahost-Konflikt.

Zuvor hatte Clinton in Marrakesch in Marokko weitere Möglichkeiten im Nahost-Friedensprozess sondiert und dort erstmals auch den libyschen Aussenminister Mussa Kussa getroffen. Themen der Begegnung seien der Sudan und die Krisenregion Darfur sowie der Ausbau der beiderseitigen Beziehungen gewesen, sagte Crowley.

(sda)

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