Aktualisiert 14.09.2016 02:37

Wieder fit

Clinton kehrt bald auf die Wahlkampfbühne zurück

Nach der Zwangspause wegen einer Lungenentzündung und einem Schwächeanfall geht es der Präsidentschaftskandidatin der Demokraten offenbar besser.

von
chk
Noch ist nicht bekannt, wo sie als erstes wieder auftritt: Hillary Clinton verlässt nach dem Schwächanfall die Wohnung ihrer Tochter in New York. (11. September 2016)

Noch ist nicht bekannt, wo sie als erstes wieder auftritt: Hillary Clinton verlässt nach dem Schwächanfall die Wohnung ihrer Tochter in New York. (11. September 2016)

Keystone/Craig Ruttle

Nach einer krankheitsbedingten Pause will US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton am Donnerstag den Wahlkampf wiederaufnehmen. Dies teilte ihr Sprecher Nick Merrill am Dienstagabend in Washington mit.

Die Kandidatin habe den Tag mit der Lektüre von Akten und mit Telefonanrufen verbracht, fügte er hinzu. Zudem habe sie den Wahlkampfauftritt verfolgt, den Präsident Barack Obama für sie in Philadelphia absolviert hatte.

Bill Clinton springt ein

Für Mittwoch war ursprünglich geplant, dass Clinton in Las Vegas auf Stimmenfang geht. Doch soll nun ihr Ehemann und Expräsident Bill Clinton bei einer Veranstaltung in der Grossstadt im Staat Nevada als Hauptredner auftreten. Wohin Hillary Clinton am Donnerstag reisen will, war zunächst unklar.

Hillary Clinton bricht am 11. September in New York zusammen. Video: Tamedia

Nach einem Schwächeanfall am Sonntag hatte Clinton ihre Termine für Montag bis Mittwoch abgesagt. Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin steht derzeit wegen gesundheitlicher Probleme im Fokus: Erst nach dem Schwächeanfall hatte ihre Kampagne mitgeteilt, dass bei Clinton am Freitag eine Lungenentzündung diagnostiziert worden sei. Sie musste viel Kritik dafür einstecken, dass sie dies der Öffentlichkeit nicht gleich mitgeteilt habe.

Hillary Clinton in einem Interview auf CNN. (Video: Youtube/CNN)

Clinton gestand am Montag in einem TV-Interview ein, die Öffentlichkeit erst spät über die Lungenentzündung informiert zu haben. Sie habe ihre Erkrankung selbst nicht ernst genommen. Ihr gehe es aber wieder gut, betonte die 68-Jährige und kündigte ihre baldige Rückkehr in den Wahlkampf an.

Barack Obama wirbt für Hillary Clinton in Philadelphia. (Video: Youtube/CNN)

Nach dem Ausfall von Clinton ist US-Präsident Barack Obama aktiv auf Stimmenfang für die Kandidatin gegangen. Auf einer Kundgebung im Zentrum von Philadelphia pries er sie erneut als die geeignetste Bewerberin für das Weisse Haus an und verteidigte sie gegen die Kritik an ihrem Umgang mit ihrer Lungenentzündung.

Clinton sei mit Blick auf die Offenlegung von Details zu ihrer Gesundheit und ihren Finanzen transparenter als ihr republikanischer Rivale Donald Trump, erklärte Obama. (chk/sda/dapd)

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