Aktualisiert 05.03.2008 10:45

Clinton siegt in Ohio und Texas

Eindrückliches Comeback von Hillary Clinton: die Senatorin aus New York hat die Vorwahl der Demokraten in Ohio und offenbar auch in Texas für sich entschieden. Im wählerstarken Texas liefert sich Clinton ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit Barack Obama.

Noch keine Entscheidung im Vorwahlkampf der US-Demokraten: In Ohio kam die Senatorin aus New York nach Auszählung von 40 Prozent der Wahlkreise auf 57 Prozent der Stimmen. Laut Prognosen von US-Fernsehsendern hat sie zudem die US- Vorwahl der Demokraten in Texas gewonnen.

Allerdings würden in dem Bundestaat noch parteiinterne Abstimmungen (Caucus) ausgezählt, bei denen Barack Obama vorne liegt, berichtete der TV-Sender CNN am Mittwoch.

Die Sender berichteten unter Berufung auf eine Teilauszählung der Stimmen, dass Clinton nach Auszählung von drei Vierteln der Stimmen mit etwa 51 Prozent rechnen konnte, Obama mit 48 Prozent.

Clinton hatte zuvor die Abstimmung in Rhode Island gewonnen, Obama siegte in Vermont.

Obamas zwölfter Sieg in Folge

Obama erzielte in Vermont fast 60 Prozent der Stimmen und gewann damit die zwölfte Vorwahl in Folge. In dem grösstenteils von Weissen und Liberalen bewohnten Staat lag Obama sowohl bei Männern als auch bei Frauen in der Wählergunst klar vor Clinton, wie Wählernachfragen ergaben. Er bekam eine Mehrheit der Stimmen der Wähler über 65 Jahren, der selbsternannten Demokraten und der Wähler ohne Universitätsabschluss. Auch die Wähler mit einem Jahreseinkommen von weniger als 50 000 Dollar (rund 51 900 Franken) waren auf seiner Seite. In all diesen Gruppen hatte zuvor meist Clinton gepunktet.

Clinton gewinnt in Rhode Island

Clinton siegte dagegen in Rhode Island, einem kleinen Staat im Nordosten der Vereinigten Staaten. Sie kam dort auf rund 53 Prozent der Stimmen. In Ohio konnte die Senatorin nach Wählernachfragen bei Arbeitern und älteren Wählern punkten. Obama konnte dagegen wie schon zuvor auf die Unterstützung von Schwarzen und jungen Wählern zählen. In Texas lag die Senatorin Wählernachfragen zufolge bei den weissen Wählern knapp in Führung und erhielt auch starke Unterstützung von der hispanischen Bevölkerung. Obama lag dagegen bei den Schwarzen vorn.

Die Senatorin stand bei den Wahlen am Dienstag unter Druck: Obama konnte ihrer Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur mit Siegen in den bevölkerungsreichen Staaten Texas und Ohio den entscheidenden Schlag versetzen. Vor den jüngsten Abstimmungen führte Obama mit 1386 Stimmen vor Clinton mit 1276. Um die Nominierung zu gewinnen, sind 2025 nötig.

(dapd)

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