Sanktionen: Clinton zielt auf iranische Machthaber
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SanktionenClinton zielt auf iranische Machthaber

Die USA erwägen, gezielte Sanktionen gegen die iranische Elite zu beschliessen, um so im Atomstreit mit dem Iran den Druck zu erhöhen.

Zum Auftakt einer neuntägigen Reise in mehrere Pazifikstaaten hat sich US-Aussenministerin Hillary Clinton für Sanktionen gegen die iranische Elite ausgesprochen. Dies sei der beste Weg, um die iranische Führung im Atomstreit unter Druck zu setzen, sagte Clinton am Montag während einer Zwischenlandung vor Journalisten auf Hawaii.

«Es ist klar, dass es eine relativ kleine Gruppe von Entscheidungsträgern im Iran gibt», sagte die Aussenministerin. «Wenn wir einen Sanktionspfad schaffen, der auf diejenigen abzielt, die die tatsächlichen Entscheidungen treffen, ist dies eine klügere Art von Strafmassnahmen.» Die Vereinten Nationen haben bisher drei Runden von Sanktionen beschlossen, um den Iran zu einer Einstellung seines Urananreicherungsprogramms zu bewegen.

Treffen zum Atomstreit am Wochenende

Beschlüsse gebe es noch nicht, sagte Clinton und wies auf das am Wochenende in New York bevorstehende Treffen der Sechsergruppe im Atomstreit mit dem Iran hin. Dieser Diplomatenrunde gehören Vertreter der fünf Vetomächte im Weltsicherheitsrat sowie Deutschlands an. Zuvor wird der Staatssekretär im US-Aussenministerium, William Burns, zu Iran-Gesprächen in Moskau und Madrid erwartet.

Auf dem Programm von Clintons Reise stehen Gespräche in Australien, Neuseeland, Papua-Neuguinea und Japan. Bereits Clintons erste Reise als US-Aussenministerin im Februar 2009 hatte sie in den Fernen Osten geführt, um unter anderem die Beziehungen zu China zu vertiefen. Im Juli besuchte Clinton Indien, im November die Philippinen. (dapd)

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