Neue Umfrage: Clintons Wahlchancen stehen bei 88 Prozent
Aktualisiert

Neue UmfrageClintons Wahlchancen stehen bei 88 Prozent

Der US-Wahlkampf geht in die heisse Phase. Kurz vor dem TV-Duell erhält Hillary Clinton mehr Zuspruch als ihr Rivale Donald Trump, ergibt eine neue Umfrage.

von
woz
1 / 18
Freundliche Gesten gibt es nur zu Beginn und zum Schluss: Nach ihrer ersten hitzigen TV-Debatte geben sich die Rivalen Donald Trump und Hillary Clinton an der Hofstra University in Hempstead (New York) die Hand.

Freundliche Gesten gibt es nur zu Beginn und zum Schluss: Nach ihrer ersten hitzigen TV-Debatte geben sich die Rivalen Donald Trump und Hillary Clinton an der Hofstra University in Hempstead (New York) die Hand.

Keystone/Epa/Andrew Gombert
Zum Schluss die Frage an die Kandidaten, ob sie das Wahlergebnis akzeptieren werden: «Wir haben in den USA eine Demokratie und die werde ich akzeptieren.»

Zum Schluss die Frage an die Kandidaten, ob sie das Wahlergebnis akzeptieren werden: «Wir haben in den USA eine Demokratie und die werde ich akzeptieren.»

Keystone/Epa/Andrew Gombert
«Wenn Hillary gewinnt, werde ich sie unterstützen. Doch ich will Amerika wieder gross machen», sagt auch Donald Trump und gibt sich zum Schluss als Gutmensch: «Hillary hat viel Geld in eine Schmutzkampagne gegen mich investiert. Das ist nicht nett. Ich wollte auch etwas böses gegen ihre Familie sagen, aber das macht man nicht.»

«Wenn Hillary gewinnt, werde ich sie unterstützen. Doch ich will Amerika wieder gross machen», sagt auch Donald Trump und gibt sich zum Schluss als Gutmensch: «Hillary hat viel Geld in eine Schmutzkampagne gegen mich investiert. Das ist nicht nett. Ich wollte auch etwas böses gegen ihre Familie sagen, aber das macht man nicht.»

Keystone/Epa/Andrew Gombert

Die US-Demokratin Hillary Clinton hat einer neuen Umfrage zufolge ihre Chance auf einen Sieg bei der Präsidentenwahl im November verbessert. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Reuters/Ipsos-Erhebung hervorgeht, würde die ehemalige Aussenministerin gegenwärtig 259 Stimmen im Wahlmännerkollegium sicher erhalten, ihr republikanischer Rivale Donald Trump dagegen nur 191.

Den Berechnungen zufolge besteht demnach eine Wahrscheinlichkeit von 88 Prozent, dass Clinton auf die für einen Sieg erforderliche Zahl von 270 Stimmen kommt. Damit hat sie sich um 17 Prozentpunkte im Vergleich zu vorherigen Erhebung vom 16. September verbessert. Die Umfrage basiert auf einer wöchentlichen Online-Befragung von mehr als 15'000 US-Bürgern.

Das Wahlmännerkollegium

In den USA wird der Präsident nicht direkt vom Volk gewählt. Vielmehr werden entsprechend der Abstimmungsergebnisse in den einzelnen Bundesstaaten Vertreter – Männer und Frauen – ins sogenannte Wahlmännerkollegium entsandt.

Wegen des Verteilungsschlüssels erhalten die Stimmen aus Bundesstaaten mit einer kleineren Bevölkerung dabei ein grösseres Gewicht als es bei einer Direktwahl der Fall wäre. Im direkten Vergleich ohne Berücksichtung des Kollegiums liegt Clinton laut Reuters/Ipsos vier Prozentpunkte vor Trump.

Trump verliert an Zuspruch

Clinton legte der neuen Erhebung zufolge insbesondere wegen ihres besseren Abschneidens in Florida zu, das 29 Vertreter entsendet. In dem Bundesstaat mit fast 20 Millionen Einwohnern liegt die Demokratin mit 49 Prozent vor Trump mit 45 Prozent.

Trump verlor zudem in New Mexico an Zuspruch, wo er nun mit 38 Prozent hinter Clinton mit 47 Prozent liegt. Die beiden Kandidaten sollten am Montagabend (Ortszeit, Dienstagmorgen MESZ) bei ihrem ersten Fernsehduell aufeinandertreffen. (woz/sda)

Deine Meinung