Clownfisch Nemo: Nichts für unter das Bäumchen
Aktualisiert

Clownfisch Nemo: Nichts für unter das Bäumchen

Exotische Zierfische als Weihnachtsgeschenk? Wegen dem Animation-Hit «Finding Nemo» ist das ein realistisches Szenario. Doch Umweltschützer und Tierhändler warnen bereits: Nemo und Co. gehören auf keinen Gabentisch.

Als Mitte der 90er-Jahre der Disney-Trickfilm «101 Dalmatiner» in die Kinos kam, sehnten sich viele Kinder nach einem Welpen. Nach den «Harry-Potter»-Filmen standen lebende Eulen ganz oben auf dem Wunschzettel. Und nun, mit dem sich anbahnenden Run auf den Trickfilm über den kleinen Nemo, sind es womöglich die orange-weissen Clownfische, welche die Kids begehren.

Vor einem unüberlegten Kauf von exotischen Zierfischen rät Greenpeace ab: «Es wäre absurd, wenn Eltern ihren Kindern nach dem Kinobesuch solche Fische unter den Weihnachtsbaum legen», so Pressesprecher Yves Zenger. Auch Tierhändler warnen vor Spontankäufen: «Ein Meerwasser-Aquarium ist für Anfänger gar nicht geeignet – schon gar nicht für Kinder», sagt Ursula Rutschmann von der Aqua Design AG in Winterthur. Die Schweizer Behörden geben diesbezüglich keine Empfehlungen ab. Anders in Deutschland. Dort warnt seit gestern das Bundesamt für Naturschutz. «Es gibt viele geeignete Haustiere für Jugendliche – aber Meerwasser-Zierfische gehören sicher nicht dazu.»

(tok/san)

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