04.01.2016 23:46

Schweizer ProjektClowns sollen Heiterkeit in Krisengebiete bringen

Rund um den Globus sorgen Spassmacher in Krisengebieten für Lächeln auf den Gesichtern von Kindern. Jetzt formiert sich auch in der Schweiz eine Gruppe.

von
vro
Schweizer Künstler sollen künftig als «Clowns ohne Grenzen» in Krisengebieten unterwegs sein.

Schweizer Künstler sollen künftig als «Clowns ohne Grenzen» in Krisengebieten unterwegs sein.

Kein Anbieter/Clowns without Borders

Noch ist es eine Idee, doch bald soll daraus Realität werden. «Es erschien mir unglaublich, dass es in einem Land wie der Schweiz, wo es so viele Künstler und so viele grosszügige Menschen gibt, keine Clowns ohne Grenzen (COG) gibt», sagt der venezolanische Künstler Paul Gomex, der das Projekt im Hinblick auf sein Studium in der Schweiz ins Rollen brachte, zu «20 Minuti».

Deshalb klopfte der 34-Jährige, der bereits in Belgien bei der Non-Profit-Organisation Erfahrungen gesammelt hatte, an den Pforten der Scuola Teatro Dimitri an. Dort hatte er Glück und fand Unterstützung. «Nach sieben Monaten Arbeit haben wir bereits ein Netzwerk interessierter Künstler und Projekte für nächstes Jahr», sagt Gomex. «Die grösste Schwierigkeit ist es, Geld zu sammeln.»

«Keine Kunst ohne Mission»

Eine, die Gomex in der Schweiz praktisch von der ersten Stunde an unterstützt hat, ist Corinna Vitale, Leiterin des Masterstudienganges an der Scuola Teatro Dimitri. «Als er kam und das Projekt vorstellte, fragte ich mich: Wenn er ein solches Hintergrundwissen hat, warum versuchen wir COG nicht auch in der Schweiz einzuführen?» Derzeit gebe es rund 15 Interessierte, Gomex wird im Januar zwei Künstler nach Nepal begleiten, wo er mit COG schon war.

Das Ziel der Organisation ist es, Menschen in schwierigen Situationen ein Lachen ins Gesicht zu zaubern. «Es gibt keine Kunst ohne eine Mission», sagt Gomex. «Und unsere ist klar: Kindern zu helfen, ihre Kindheit wiederzufinden.»

Zielgruppe von COG sind in erster Linie Minderjährige. Offiziell gibt es die Organisation seit 1994, mittlerweile gibt es elf verschiedene Ableger. In all den Jahren wurden bereits über 5000 Vorführungen in 36 Ländern für über zwei Millionen Menschen realisiert.

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