Nachtleben: Club-Boom in der Agglo
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NachtlebenClub-Boom in der Agglo

Auf dem Land gibt es immer mehr Clubs. Nicht zuletzt, weil dort mehr Geld fliesst, sagen Experten.

von
SEB

Die einen dürften sich noch gut an die 80er- und 90er Jahre erinnern, als es in Städten wie Zürich und Basel nur ein paar wenige In-Lokale gab – wie zum Beispiel das Zürcher Flämli – und die Underground-Szene mit inoffiziellen Clubs florierte. Heute sind dieselben Städte regelrechte Nightlife-Metropolen. Hier feiern Nachtschwärmer rund um die Uhr, während unzählige Clubs mit allen Mitteln um ihre Kundschaft buhlen.

Auf dem Land

In den letzten Jahren ist auch auf dem Land in Sachen Clubs ein klares Wachstum zu verzeichnen. Immer mehr Veranstalter zieht es aus der übersättigten Stadt in die Agglo. Neustes Beispiel dafür ist der Club Envy in Dübendorf im ehemaligen Limelight. Geführt wird die Venue unter anderen von Besart Murina, der in Zürich das Label «Provokateur» leitet. Die folgende Passage aus der Presseerklärung bringt seine Absicht auf den Punkt: «Die Region Dübendorf ist derzeit Nightlife-Brachland. (…) Es ist also höchste Zeit, dem zweifellos existenten Bedürfnis zu entsprechen und in der dichtbesiedelten Region einen Club zu installieren.»

Und sie sind bei weitem nicht die Einzigen. In der ganzen Schweiz sind innerhalb der letzten fünf Jahre Clubs wie der Evita Club (Wetzikon), Vegas Club (Kriens), UG (Bülach), der Sender Club (Lustenau), Halli Galli (Wankdorf) sowie der Sektor 11 (Oerlikon) und auch das Gate 14 in Weinfelden eröffnet worden. Bei einigen handelt es sich allerdings bloss um Neueröffnungen. Hierzu meint der Berner Nightlife-Experte Pedro Codes: «Es fällt auf, dass viele Clubs aus der Agglomeration öfter ihre Namen ändern, vermutlich um der Location neuen Schwung zu verleihen.»

Goldgrube Agglo-Club

In den Städten und Ballungszentren ist der Platz für neue Clubs begrenzt und teuer. Anders auf dem Land, wo zum Beispiel Teile von Industrie-Gebieten günstigen Raum für neue Ausgangsmöglichkeiten bieten. «Locations wie The Pirates (St. Margrethen), Floor Club (Kloten), Rinora 4 (Rümlang), Firehouse (Weinfelden) und das TanzHuus (Sihlbrugg) gibt es schon seit längerem und sie gelten als wahre Goldgruben», sagt Nightlife-Experte Alex Flach gegenüber tilllate.com.

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