Bern: Clubs sollen Junge zu Ordnung mahnen
Aktualisiert

BernClubs sollen Junge zu Ordnung mahnen

Im Auftrag der Stadt sollen zwei Berner Clubs Jugendliche vom Littering abhalten – keine risikofreie Aufgabe.

von
Nina Jecker
Aarbergergasse: Hier ist das Littering jeweils besonders schlimm.

Aarbergergasse: Hier ist das Littering jeweils besonders schlimm.

Die Ausgangsmeile Aarbergergasse gleicht morgens oft einer Müllhalde. «Es sieht aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen», so Stefan Schwarz von der Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün.

Zusammenarbeit zwischen Stadt und Clubs funktioniert gut

Das Problem kennen auch die ansässigen Clubbetreiber: «Schon früh in der Nacht sammelt sich vor dem Eingang Abfall, auch gefährliche Glasflaschen», so Didier Steiner vom Propeller. Mitarbeiter würden deshalb laufend aufräumen. Eine Aufgabe, die auch das Personal des nahen Bonsoir-Clubs übernimmt. Die Stadt ist froh über dieses Engagement: «Wir schätzen die Zusammenarbeit sehr», so Schwarz. Im Rahmen eines Pilotprojekts wird diese ab heute verstärkt: Die beiden Clubs werden mit je drei Containern versorgt und sollen das Partyvolk dafür sensibilisieren, Abfall darin zu entsorgen. Eine heikle Aufgabe: «Wir werden nicht Polizei spielen», so Rolf Bähler vom Bonsoir. «Das wäre für unser Personal zu riskant.

Als gutes Beispiel voran gehen

Wir gehen lieber mit gutem Beispiel voran und weisen auch mal auf die Container hin.» Steiner vom Propeller sieht das ähnlich: «Besonders ab einem gewissen Alkohol­pegel brächte das gar nichts mehr.» Ein Security, der jahrelang in der Aarbergergasse tätig war, lobt die Vorsicht: «Bei den meist Betrunkenen kriegt man sonst schnell eine Flasche an den Kopf.»

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