«Untold stories»: CNN-Reporter blicken ins Berner Fixerstübli
Aktualisiert

«Untold stories»CNN-Reporter blicken ins Berner Fixerstübli

Die Berner Drogenanlaufstelle als weltweites Vorbild: CNN war zu Gast im Berner Fixer-Stübli.

von
Adrian Müller
Die Berner Drogenanlaufstelle prominent auf CNN:

Die Berner Drogenanlaufstelle prominent auf CNN:

Die Berner Drogenanlaufstelle geht um die Welt: Für einen Beitrag in der Sendung «World's untold stories» hat ein Reporterteam des US-Nachrichtensenders CNN hinter die Kulissen des Fixerstüblis an der Hodlerstrasse geblickt. Mit gutem Grund: 1986 hat Bern als erste Stadt weltweit einen Ort geschaffen, wo Junkies geschützt ihren Stoff konsumieren können. «Das war damals revolutionär und hat ein regelrechtes Erdbeben in der Drogenpolitik ausgelöst», erinnert sich Jakob Huber, Leiter des Contact Netz, in der am Wochenende auf CNN ausgestrahlten Sendung.

Berner Drogenarbeit als Referenzprojekt

Für Huber ist der Besuch von CNN im eingezäunten Gebäude eine grosse Ehre. «Wir hoffen, dass mit dem TV-Beitrag auch in Nordamerika die Anerkennung für Fixerräume steigt», so Huber zu 20 Minuten. Ob Ljubljana, Liverpool oder Lissabon: Wegen seiner Pionierrolle in der Drogenpolitik bekommt das Contact Netz Bern auch nach 27 Jahren noch immer viele Anfragen von Städten und NGOs. «Die Berner Drogenarbeit ist und bleibt eine nachhaltige Referenz», sagt Huber.

Bahnbrechende Neuerungen sind momentan nicht geplant. An der Hodlerstrasse wird derzeit einzig der Ein- und Auslass der Drogensüchtigen mit neuen Abschrankungen besser getrennt.

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