UVEK: CO2-Abgabe wird nicht erhöht
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UVEKCO2-Abgabe wird nicht erhöht

Die CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe bleibt auch im nächsten Jahr bei 12 Franken pro Tonne. Weil die Emissionen zwischen 2006 und 2007 stärker als verlangt zurückgegangen sind, verzichtet das UVEK auf eine Verdoppelung der Abgabe.

Das Parlament hatte im Frühling 2007 festgelegt, die CO2-Abgabe ab dem nächsten Jahr auf 24 Franken festzulegen, falls die Emissionen aus fossilen Brennstoffen wie Heizöl, Erdgas oder Kohle 2007 um weniger als zehn Prozent gegenüber dem Richtwert 1990 gesunken sind.

Mit einem Rückgang von 11,2 Prozent gingen die Emissionen stärker als verlangt zurück, wie das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am Donnerstag mitteilte. Umweltminister Moritz Leuenberger sieht darin einen Erfolg der CO2- Politik.

Die vor Jahren angekündigte und jetzt verwirklichte CO2-Abgabe habe für Industrie und Hauseigentümer wirksame Anreize geschaffen, um mit Sanierungen und neuen Energieformen den CO2-Ausstoss zu verringern, sagte er am Donnerstag laut UVEK-Communiqué an der 12. Jahrestagung Energiewirtschaft Schweiz in Baden.

Teures Heizöl veringert Emissionen

Die klimabereinigten Emissionen aus fossilen Brennstoffen nahmen zwischen 2006 und 2007 um fast sieben Prozent ab, wie die CO2- Statistik vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) zeigt. Besonders beim Heizöl war der Rückgang stark. Als Hauptgrund sieht das UVEK die Preiserhöhungen.

Die Abgabe wird 2009 erneut überprüft. Falls die Emissionen aus Brennstoffen im laufenden Jahr nicht um 13,5 Prozent gegenüber 1990 sinken, könnte die CO2-Abgabe ab 2010 auf 36 Franken pro Tonne steigen. Ab 2009 bis 2012 müssen die Emissionen jährlich mindestens 14,25 Prozent gegenüber 1990 abnehmen.

Auf keinem guten Weg ist der CO2-Ausstoss bei Treibstoffen, auf die keine Abgabe erhoben wird. Dieser nahm zwischen 2006 und 2007 deutlich um 1,9 Prozent zu. Beim Benzin nahm der Ausstoss zwar leicht ab, wie das UVEK schreibt. Die erhöhten Emissionen beim Diesel hätten diesen Rückgang aber mehr als kompensiert.

Tanktourismus durch starken Euro

Das UVEK führt die Zunahme teilweise auf das starke Wirtschaftswachstum im Jahr 2007 zurück, das mehr Transporte generiert hatte. Da der Dieselpreis wegen des starken Euros in jenem Jahr aber unter dem Niveau in Deutschland lag, habe wohl auch der verstärkte Tanktourismus zu Emissionen geführt.

2007 lagen die CO2-Emissionen aus Benzin und Diesel um 11,4 Prozent über dem Wert von 1990 - weit vom Ziel des CO2- Gesetzes entfernt, das eine Reduktion um 8 Prozent verlangt. Gesamthaft lagen die CO2-Emissionen aus Brenn- und Treibstoffen 2,6 Prozent unter dem Niveau von 1990.

(sda)

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