Mainz: CO2-Wolke schluckt ganzen Stadtteil
Aktualisiert

MainzCO2-Wolke schluckt ganzen Stadtteil

In der Mainzer Innenstadt strömte Kohlendioxid aus einem LKW und verwandelte diesen Stadtteil in eine mystische Nebellandschaft.

von
qll

In der Mainzer Innenstadt wurden am Dienstag mehrere Strassen gesperrt. Der Grund: Gegen 12.45 Uhr traten grosse Mengen Kohlenstoffdioxid (CO2) aus einem Tanklaster an der Walpodstrasse in der Nähe des Schillerplatzes aus. Angeblich befanden sich rund 21 Tonnen tiefkalt verflüssigtes Kohlendioxid in dem LKW. Durch das eiskalte Gas wurde der Fahrer des Tankzuges leicht verletzt und im Krankenhaus ambulant behandelt.

Zwar ist das Gas ungiftig, doch in hoher Konzentration kann es zu Kopfschmerzen, Schwindel und sogar zu Bewusstlosigkeit und Atemstillstand führen. «CO2 an sich ist nicht gefährlich, aber das Gas verdrängt den Luftsauerstoff und das ist natürlich gefährlich», so Feuerwehr-Sprecher Markus Lunnebach zur «Allgemeinen Zeitung».

Räumungen und Absperrungen

Deshalb wurden die Anwohner, die zuhause waren, gebeten, ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auch ein Weihnachtsmarkt in der Nähe musste deshalb geschlossen werden und Busse und Bahnen konnten wegen der gigantischen weissen Wolke nicht mehr fahren.

Gemäss der Feuerwehr war das Gas gegen Mittag bereits entwichen und kroch in grossen Wolken durch die angrenzenden Strassen. Doch der Schillerplatz und benachbarte Strassen blieben von 14 bis 17 Uhr gesperrt, bis sich das Gas ganz verflüchtigt hatte.

Hier sehen Sie den Video-Beitrag der «Allgemeinen Zeitung»:

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