Aktualisiert 21.03.2019 14:43

Sicherheitsproblem in Zürich

Cobra-Trams müssen ab Freitag langsamer fahren

Im Zürcher Tramnetz kommt es zu vorübergehenden Änderungen. Grund ist ein Sicherheitsproblem bei den Cobra-Trams.

von
wed
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Ab Freitag müssen die Cobra-Trams langsamer fahren. Der Grund dafür ist ein Sicherheitsproblem.

Ab Freitag müssen die Cobra-Trams langsamer fahren. Der Grund dafür ist ein Sicherheitsproblem.

Keystone/Ennio Leanza
Die Höchstgeschwindigkeit wird deshalb von 60 km/h auf 42 km/h reduziert. In den Kurven wird halb so schnell gefahren.

Die Höchstgeschwindigkeit wird deshalb von 60 km/h auf 42 km/h reduziert. In den Kurven wird halb so schnell gefahren.

Keystone/Christian Merz
Das Problem wurde am 24. Dezember 2018 entdeckt. Eine Gelenkstange war im Einsatz gebrochen.

Das Problem wurde am 24. Dezember 2018 entdeckt. Eine Gelenkstange war im Einsatz gebrochen.

Keystone/Ennio Leanza

Die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ) müssen kurzfristig «Massnahmen von gewisser Tragweite» auf dem Tramnetz treffen, wie es in einer Mitteilung heisst. Aus diesem Grund hat das Unternehmen am Donnerstag zu einer kurzfristig anberaumten Medienkonferenz eingeladen. Vor Ort sind unter anderem Stadtrat Michael Baumer (FDP) und VBZ-Direktor Guido Schoch.

Grund für die Pressekonferenz ist ein Sicherheitsproblem mit dem Cobra-Tram. Dieses hat man entdeckt, nachdem am 24. Dezember 2018 eine Gelenkstange im Einsatz gebrochen ist. Aufgrund dieses Vorfalls habe die VBZ sofort alle Fahrzeuge überprüft und keine Probleme entdeckt.

Massnahmen werden ab Freitagmorgen umgesetzt

Dennoch hat man aufgrund der Risikobeurteilung Massnahmen beschlossen: Ab Freitag fahren die Cobra-Trams langsamer – in den Kurven wird halb so schnell gefahren. Die generelle Höchstgeschwindigkeit wird von 60 km/h auf 42 km/h reduziert. Die neue Höchstgeschwindigkeit für das Befahren von Gleiskreuzungen und Weichen beträgt neu 12 km/h.

Das führt dazu, dass bis auf Weiteres nicht alle Fahrpläne eingehalten werden können. Wie gross der Einfluss konkret sein wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt aber noch unklar.

«Pünktlichkeit und Anschlüsse nicht gewährleistet»

Stadtrat Michael Baumer erklärt: Die Sicherheit der Fahrgäste habe oberste Priorität. «Leider ist diese Massnahme spürbar für die Fahrgäste. Pünktlichkeit und Anschlüsse können bis auf Weiteres nicht mehr überall gewährleistet werden.» Zudem muss bis auf Weiteres damit gerechnet werden, dass nicht mehr mindestens jedes zweite Tram stufenfrei zugänglich sein wird.

Auf folgenden Linien werden ab Freitag Cobras eingesetzt, die von der Temporeduktion betroffen sind: Tramlinie 2, 3, 4, 5, 6, 13 und 17. Auf den Linien 7, 10, 11, 12 und 14 verkehren keine Cobras – heisst: Nicht stufenfrei zugänglich. Auf den Linien 8 und 15 gibt es keine Änderungen.

In den nächsten Tagen wird die Prüfungsmethode für die Gelenkstangen intensiviert. Die Stangen werden auf innere sowie äussere Risse getestet. Fünf bis zehn Fahrzeuge können pro Tag getestet werden. Daher benötige man rund 10 Tage für den Test. In einer zweiten Massnahme werden alle Gelenkstangen ersetzt.

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