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Lücken im RegalCoca-Cola stoppt Lieferung an Intermarché

Egal ob Coca-Cola, Sprite oder Fanta – beim Supermarkt Intermarché gibt es derzeit keine Marken des US-Getränkekonzerns. Grund ist ein Streit im Hintergrund.

von
dob
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Knatsch für einen französischen Supermarkt: Der US-Getränkekonzern beliefert derzeit die Supermarkt-Kette Intermarché und deren Discount-Tochter Netto nicht.

Knatsch für einen französischen Supermarkt: Der US-Getränkekonzern beliefert derzeit die Supermarkt-Kette Intermarché und deren Discount-Tochter Netto nicht.

AP/Douglas C. Pizac
Kunden suchen in den betroffenen Intermarché-Supermärkten die Marken Coca-Cola, Fanta, Sprite, Fuzetea, Honest, Tropico, Caprisun und Monster vergebens.

Kunden suchen in den betroffenen Intermarché-Supermärkten die Marken Coca-Cola, Fanta, Sprite, Fuzetea, Honest, Tropico, Caprisun und Monster vergebens.

epa/Nikos Arvanitidis
Zum Lieferungsstopp hat ein Knatsch zwischen den beiden Unternehmen geführt. Beide Unternehmen schieben sich die Schuld zu.

Zum Lieferungsstopp hat ein Knatsch zwischen den beiden Unternehmen geführt. Beide Unternehmen schieben sich die Schuld zu.

AP/Wilfredo lee

Der US-Getränkeriese Coca-Cola legt sich mit französischen Supermärkten an und stoppt seine Lieferungen. Daher klaffen in den Läden der französischen Kette Intermarché Lücken in den Getränkeregalen, wie die «Lebensmittelzeitung» (Artikel zahlungspflichtig) schreibt.

Kunden suchen in den betroffenen Intermarché-Supermärkten die Marken Coca-Cola, Fanta, Sprite, Fuzetea, Honest, Tropico, Caprisun und Monster vergebens. Auch in der Discount-Tochter Netto sind die Getränke verschwunden.

Knatsch zwischen den Konzernen

Zum Lieferungsstopp hat ein Knatsch zwischen den beiden Unternehmen geführt. Laut einem internen Schreiben von Intermarché, das die französische Fachzeitung «LSA» veröffentlicht hat, habe Meinungsverschiedenheiten Coca-Cola zu diesem Schritt bewegt. Die Vorgehensweise sei «brutal und unangekündigt» gewesen.

Gemäss «Lebensmittelzeitung» hat sich Intermarché im Vorfeld dazu entschieden, verstärkt auf gesündere Lebensmittel zu setzen. So hat der Händler bereits im letzten Sommer die Hersteller von Erfrischungsgetränken informiert, dass ab 2020 zuckerhaltige Limonaden in den Regalen weniger Platz bekommen werden. Die Lücken sollen neue Produkte füllen, die als gesünder und weniger süss gelten. Auch Coca-Cola sei rechtzeitig informiert worden, so der Bericht.

60 Prozent höherer Preis

Laut den Franzosen habe Coca-Cola mit dem Entzug der aktuellen Einkaufskonditionen gedroht, sollte das Sortiment mit Coca-Cola-Marken in den Läden verkleinert werden. Laut eigenen Angaben müsste Intermarché dann im Schnitt 60 Prozent auf den Preis draufschlagen.

Im Brief schreibt Intermarché: «Wir können solche Methoden nicht akzeptieren.» Unter anderem sei inakzeptabel, dass ein multinationales Unternehmen die Unabhängigkeit der Händler missachte und die Freiheit bei der Auswahl der Sortimente behindere.

Coca-Cola wehrt sich

Unterdessen hat Coca-Cola auf das interne Schreiben der Franzosen reagiert. Der Vertrag sei Ende 2019 ausgelaufen und man habe sich bisher zum 1. Januar 2020 nicht auf neue Konditionen einigen können, schreibt die «Lebensmittelzeitung» weiter. Die Behauptungen von Intermarché seien nicht korrekt.

Aus der Sicht von Coca-Cola sind Änderung der Sodrink-Strategie von Intermarché vor allem ein massives Aussortieren der eigenen Marken. «Wir sind selbstverständlich bereit zu liefern, sobald wir eine Einigung über die Konditionen nach dem 1. Januar 2020 erzielt haben»

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