Aktualisiert 17.12.2004 07:37

Coca-Cola und Feldschlösschen dürfen miteinander

Die Wettbewerbskommission hat nach einjähriger Untersuchung die Liefervereinbarung zwischen Coca-Cola und dem Getränkekonzern Feldschlösschen abgesegnet.

Im Falle der Exklusivverträge mit Gaststätten muss Feldschlösschen laut Weko-Mitteilung vom Freitag aber wegen Verstössen gegen das Kartellgesetz über die Bücher.

Die Vereinbarung zwischen der Feldschlösschen Getränke Holding und der Coca-Cola Beverages, mit der Feldschlösschen den Absatz von Coca-Cola fördert, stellt keine kartellrechtlich unzulässige Wettbewerbsabrede dar, wie die Wettbewerbskommission (Weko) mitteilte. Für Konkurrenten der Coca-Cola-Gruppe bestünden neben Feldschlösschen auch andere Vertriebskanäle zur Belieferung der Gaststätten. Zudem sei die Wirkung der Vereinbarung innerhalb des Feldschlösschen-Vertriebskanals als gering einzuschätzen. Insbesondere sehe sie keine Exklusivklauseln vor. Verneint haben die Wettbewerbshüter auch eine marktbeherrschende Stellung der Coca-Cola-Gruppe.

Als Verstoss gegen das Kartellgesetz stufte die Weko demgegenüber die bisherigen langjährigen Exklusivvereinbarungen der Feldschlösschen-Gruppe mit Gaststätten ein. Solche Verträge mit mehr als fünf Jahren Laufzeit seien nur zulässig, wenn diese mit einem Darlehen, einer Gebrauchsleihe oder einem anderen finanziellen Engagement von Feldschlösschen verbunden seien. Zudem müsse für die Gaststätten nach fünf Jahren die jederzeitige Kündigung unter Rückzahlung der Restschuld möglich sein. (dapd)

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