Boykott-Aufrufe aus der Ukraine – Coca-Cola und McDonald’s wegen Russland-Business massiv unter Druck

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Boykott-Aufrufe aus der UkraineCoca-Cola und McDonald’s wegen Russland-Business massiv unter Druck

Während sich etliche westliche Firmen aus dem Geschäft in Russland zurückgezogen haben, sind Coca-Cola und McDonald’s immer noch dort tätig. Nun steigt der Druck auf die US-Riesen, Farbe zu bekennen.

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McDonald’s betreibt weiterhin Geschäfte in Russland.

McDonald’s betreibt weiterhin Geschäfte in Russland.

REUTERS
Die Kette hat 847 Filialen – die meisten betreibt der Konzern selbst.

Die Kette hat 847 Filialen – die meisten betreibt der Konzern selbst.

Peter Kovalev/TASS
Auch Coca-Cola ist in Russland dick im Geschäft …

Auch Coca-Cola ist in Russland dick im Geschäft …

Getty

Darum gehts

  • Etliche westliche Firmen haben ihre Tätigkeit in Russland gestoppt.

  • Andere wie Coca-Cola, Pepsi, Starbucks oder McDonald’s machen dort weiter Geschäfte.

  • Nun erhöht sich der Druck auf diese Konzerne seitens der Konsumenten und Konsumentinnen sowie der Politik.

Apple, Ikea, Netflix, Nike, H& M, Disney, Warners Brothers, Mastercard, American Express oder Visa: Die Liste der westlichen Firmen, die in Russland keine Geschäfte mehr machen, ist lang. Doch andere Unternehmen, darunter Coca-Cola, Pepsi, McDonald’s oder Kentucky Fried Chicken, sind weiterhin in Russland tätig.

Nun weht diesen Konzernen allerdings ein zunehmend heftiger Wind entgegen. Auf Twitter trenden derzeit Hashtags wie #BoycottCocaCola oder #BoycottMcDonalds. So etwa in Aufrufen der britischen Geschäftsfrau und TV-Persönlichkeit Debora Meaden oder Horror-Erfolgsautor Stephen King.

McDonald’s etwa betreibt in Russland 847 Niederlassungen – 84 Prozent davon selbst und nur wenige als Franchise-Unternehmen. KFC eröffnete laut der «Bild»-Zeitung 2021 seine 1000 Filiale in Russland. Dass diese Unternehmen weiterhin in Russland Geld verdienen und Putin dafür Steuern zahlt, stösst immer mehr Leuten sauer auf. In der Ukraine wurden Coca-Cola-Produkte aus den Regalen verbannt.

Wie NBC News berichtet, hat nun auch Thomas DiNapoli, Rechnungsprüfer des US-Bundesstaates New York und Verwalter der Pensionskasse, in die Diskussion eingegriffen: Er fordert US-Firmen, die in Russland noch Business machen, auf, ihre Haltung zu überdenken. Diese würden zunehmend «juristische, geschäftliche und menschenrechtliche» Risiken eingehen und auch ihren Ruf gefährden.

«Während US-Sanktionen bereits Investitionen in viele russische Gesellschaften verbieten, fände ich es weise, dies auf alle russischen Firmen auszudehnen», sagte er. Damit wandte er sich an Firmen wie Pepsi, Estee Lauder, Kimberly-Clark und weitere, die noch immer in Russland tätig sind. Coca-Cola erwähnte er allerdings nicht.

Das Unternehmen gab vergangene Woche an, dem Roten Kreuz eine Million Dollar für die Flüchtlingshilfe in Polen und anderen Ländern zu spenden, und auch Starbucks hat laut einem Sprecher bereits 500’000 Dollar für humanitäre Zwecke rund um den Ukraine-Krieg gespendet. Doch auf das Russland-Geschäft verzichten sie derzeit nicht.

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(trx)

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